Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Samstag, 07. Februar 2026

Josua 7,1-26Bibellese für 22.01.2022
7,1 Alles war dem Untergang geweiht,
doch die Israeliten vergriffen sich an der Beute:
Ein Mann namens Achan nahm sich etwas von dem,
was dem Untergang geweiht war.
Er war der Sohn von Karmi, dem Sohn von Sabdi,
dem Sohn von Serach, aus dem Stamm Juda.
Da packte den Herrn der Zorn über die Israeliten.

2 Josua schickte Kundschafter von Jericho nach Ai,
das östlich von Bet-El liegt.
Er gab ihnen den Auftrag:
»Geht und erkundet das Land!«
Da machten sich die Männer auf den Weg
und erkundeten die Gegend um die Stadt Ai.
3 Als sie zu Josua zurückkamen,
gaben sie den folgenden Lagebericht:
»Es muss nicht das ganze Volk ins Feld ziehen.
Etwa 2000 oder 3000 Mann dürften ausreichen,
um die Stadt Ai zu besiegen.
Du musst nicht das ganze Kriegsvolk dorthin schicken.
Denn es gibt nur wenige Verteidiger.«
4 So zogen etwa 3000 Mann aus dem Volk dorthin.
Doch sie mussten vor den Männern aus Ai fliehen.
5 Die Männer aus Ai verfolgten sie
vom Stadttor bis zu den Steinbrüchen
und erschlugen von ihnen 36 Mann.
Beim Abstieg wurden diese erschlagen.
Da verlor das Volk den Mut,
wie Wasser floss er davon.

6 Josua aber zerriss seine Kleider.
Er warf sich vor der Lade des Herrn nieder,
mit dem Gesicht zur Erde.
Dort blieb er bis zum Abend liegen.
Auch die Ältesten Israels waren bei ihm
und hatten sich Staub auf den Kopf gestreut.
7 Josua rief: »Ach Herr, mein Gott!
Warum hast du nur dieses Volk über den Jordan geführt?
Wolltest du uns den Amoritern preisgeben,
sodass wir durch sie ums Leben kommen?
Ach hätten wir uns doch dazu entschlossen,
auf der anderen Seite des Jordan zu bleiben!
8 Jetzt aber ist Israel vor seinen Feinden geflohen.
Was soll ich dazu noch sagen, mein Herr?
9 Die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes
werden davon erfahren.
Sie werden von allen Seiten über uns herfallen
und unseren Namen auslöschen auf der Erde.
Was soll dann aus deinem großen Namen werden?«
10 Daraufhin sagte der Herr zu Josua:
»Steh auf!
Warum liegst du mit dem Gesicht zur Erde?
11 Israel hat eine schwere Sünde begangen.
Das Volk hat sich nicht an den Bund gehalten,
den ich mit ihnen geschlossen habe.
Vielmehr haben sie sich etwas von dem genommen,
was dem Untergang geweiht war.
Sie haben gestohlen und das Gestohlene versteckt,
sie haben es heimlich zu ihren eigenen Sachen gelegt.
12 Deshalb werden die Israeliten besiegt
und können sich nicht gegen ihre Feinde wehren.
Sie müssen vor ihren Feinden die Flucht ergreifen.
Denn jetzt sind sie selbst dem Untergang geweiht.
Ich werde euch nicht mehr zur Seite stehen –
es sei denn, dass ihr bei euch alles vernichtet,
was dem Untergang geweiht ist.
13 Steh auf, Josua, und sorge dafür,
dass das Volk heilig vor Gott tritt!
Sag zu ihnen: Morgen sollt ihr heilig sein!
Denn so spricht der Herr, der Gott Israels:
Mitten unter euch, ihr Israeliten, ist etwas,
das dem Untergang geweiht ist.
Solange ihr es nicht aus eurer Mitte entfernt habt,
könnt ihr euch nicht gegen eure Feinde wehren.
14 Morgen sollt ihr antreten, Stamm für Stamm:
Der Stamm, den das Los des Herrn trifft,
soll antreten mit seinen Großfamilien.
Die Großfamilie, die das Los des Herrn trifft,
soll antreten mit ihren Familien.
Und die Familie, die das Los des Herrn trifft,
soll antreten Mann für Mann.
15 Wer dann übrig bleibt, ist dem Untergang geweiht.
Er soll verbrannt werden mit denen, die zu ihm gehören.
Denn er hat sich nicht an den Bund des Herrn gehalten.
Er hat in Israel etwas Schlimmes getan.«

16 Am nächsten Morgen stand Josua früh auf
und ließ Israel antreten, Stamm für Stamm.
Das Los traf den Stamm Juda.
17 Dann ließ er die Großfamilien aus Juda antreten.
Das Los traf die Großfamilie des Serach.
Dann ließ er die Großfamilie des Serach antreten,
Mann für Mann.
Das Los traf Sabdi.
18 Dann ließ er dessen Familie antreten,
Mann für Mann.
Und so fiel das Los auf Achan, den Sohn von Karmi,
den Sohn von Sabdi, den Sohn von Serach,
aus dem Stamm Juda.
19 Da sagte Josua zu Achan: »Mein Sohn!
Gib dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre
und bekenne vor ihm deine Schuld!
Sag mir jetzt, was du getan hast,
und verheimliche nichts vor mir!«
20 Achan antwortete Josua: »Es ist wahr!
Ich habe mich dem Herrn widersetzt,
dem Gott Israels.
Das ist es, was ich getan habe:
21 Ich sah unter den Beutestücken
einen wunderschönen babylonischen Mantel,
200 Silbermünzen und einen Barren Gold.
Da konnte ich nicht widerstehen und nahm es.
Alles ist im Inneren meines Zeltes versteckt,
in der Erde vergraben, das Silber ganz unten.«
22 Josua schickte Boten, die liefen zu dem Zelt.
Und tatsächlich fanden sie alles in seinem Zelt,
was vergraben war, das Silber ganz unten.
23 Da holte man die Dinge aus dem Zelt
und brachte sie zu Josua und allen Israeliten.
Man breitete sie aus vor dem Herrn.
24 Josua nahm Achan, den Nachkommen des Serach,
dazu das Silber, den Mantel und den Barren Gold.
Er nahm seine Söhne und seine Töchter,
seine Rinder, Esel, Ziegen und Schafe,
auch sein Zelt mit allem, was dazugehört.
Dann führte er sie in das Tal Achor.
Und alle Israeliten gingen mit.
25 Josua erklärte feierlich:
»Wie du uns ins Unglück gestürzt hast,
soll dich heute der Herr ins Unglück stürzen.«
Dann steinigten ihn alle Israeliten.
Auch alle seine Angehörigen töteten sie auf diese Weise
und verbrannten seinen Besitz im Feuer.
26 Dann errichtete man über ihm einen großen Steinhaufen,
der heute noch dort zu sehen ist.
Der Herr aber ließ ab von seinem glühenden Zorn.
In Erinnerung an den Vorfall nannte man den Ort Achortal,
das heißt: Tal des Unglücks.

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