Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Sonntag, 29. März 2026

Apg 27,13-44Bibellese für 02.08.2021
27,13 Als ein leichter Südwind aufkam,
hielten die Seeleute ihr Vorhaben
schon fast für geglückt.
Sie lichteten den Anker
und fuhren so dicht wie möglich
an der Küste Kretas entlang.
14 Aber schon bald brach von der Insel her
ein schwerer Sturm los: der gefürchtete Nordost.
15 Das Schiff wurde von ihm mitgerissen.
Weil wir nicht gegen den Wind ankamen,
gaben wir auf und ließen uns treiben.
16 Eine Zeit lang befanden wir uns
im Schutz einer kleinen Insel namens Kauda.
Hier gelang es uns mit Mühe und Not,
das Beiboot einzuholen.
17 Die Seeleute zogen es an Bord.
Anschließend spannten sie Taue um den Rumpf,
um das Schiff zu sichern.
Weil sie fürchteten, in die Große Syrte zu geraten,
warfen sie den Treibanker aus.
So ließen sie das Schiff treiben.

18 Der Sturm setzte uns hart zu.
Deshalb warfen die Seeleute am folgenden Tag
einen Teil der Ladung über Bord.
19 Am dritten Tag beförderten sie eigenhändig
Teile der Schiffsausrüstung ins Meer.
20 Tagelang zeigten sich weder Sonne noch Sterne.
Der Sturm tobte unvermindert weiter.
Am Ende verloren wir jede Hoffnung auf Rettung.
21 Niemand wollte mehr etwas essen.
Da trat Paulus in ihre Mitte und sagte:
»Ihr hättet besser auf mich gehört, Männer,
und wärt nicht von Kreta losgefahren.
Dann wären uns solche Gefahren
und alle Verluste erspart geblieben.
22 Doch jetzt bitte ich euch:
Lasst den Mut nicht sinken!
Keiner von euch wird umkommen –
nur das Schiff wird verloren gehen.
23 Denn letzte Nacht stand plötzlich ein Engel vor mir –
ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene.
24 Er sagte: ›Hab keine Angst, Paulus!
Du musst noch vor den Kaiser treten.
Deinetwegen schenkt Gott auch all denen das Leben,
die mit dir auf dem Schiff sind.‹
25 Fasst also Mut, Männer!
Ich glaube Gott, dass alles genau so kommen wird,
wie er es mir gesagt hat.
26 Wir müssen allerdings vor einer Insel stranden.«
27 Wir trieben nun schon die vierzehnte Nacht
auf dem Adriatischen Meer umher.
Gegen Mitternacht vermuteten die Seeleute
Land in der Nähe.
28 Sie warfen das Lot aus
und maßen eine Tiefe von 36 Metern.
Kurz darauf warfen sie erneut das Lot aus
und maßen 27 Meter.
29 Sie fürchteten, wir könnten auf ein Riff auflaufen.
Deshalb warfen sie vom Heck vier Anker aus
und wünschten sehnlichst den Tag herbei.
30 Die Seeleute versuchten sogar, vom Schiff zu fliehen.
Unter dem Vorwand,
auch vom Bug aus Anker werfen zu wollen,
ließen sie das Beiboot zu Wasser.
31 Doch Paulus warnte den Hauptmann und die Soldaten:
»Wenn die Seeleute nicht an Bord bleiben,
habt ihr keine Aussicht auf Rettung!«
32 Da kappten die Soldaten die Taue
und ließen das Beiboot davontreiben.

33 Bis in die Morgendämmerung hinein
redete Paulus allen zu, etwas zu essen.
Er sagte: »Ihr harrt nun schon vierzehn Tage aus.
Die ganze Zeit über
habt ihr keine richtige Mahlzeit zu euch genommen.
34 Deshalb bitte ich euch: Esst etwas!
Das braucht ihr, wenn ihr gerettet werden wollt.
Keinem von euch wird auch nur ein Haar gekrümmt.«
35 Nachdem er das gesagt hatte, nahm er ein Brot.
Vor aller Augen dankte er Gott,
brach das Brot in Stücke und fing an zu essen.
36 Da fassten alle wieder Mut
und fingen ebenfalls an zu essen.
37 Wir waren insgesamt 276 Leute auf dem Schiff.
38 Alle aßen sich satt.
Dann machten sie das Schiff noch einmal leichter,
indem sie die Getreidevorräte ins Meer schütteten.

39 Endlich wurde es Tag.
Die Seeleute sahen eine Küste, die ihnen unbekannt war.
Sie entdeckten aber eine Bucht mit einem flachen Strand.
Dort wollten sie versuchen,
das Schiff auf Grund zu setzen.
40 Sie kappten die Ankertaue
und ließen die Anker im Meer zurück.
Zugleich lösten sie die Haltetaue der Steuerruder.
Dann setzten sie das Vorsegel
und hielten mit dem Wind auf den Strand zu.
41 Doch sie gerieten auf eine Sandbank,
wo das Schiff auf Grund lief.
Der Bug bohrte sich so tief in den Sand,
dass sie festsaßen.
Unter der Gewalt der Wellen brach das Heck auseinander.

42 Da beschlossen die Soldaten, die Gefangenen zu töten,
damit keiner schwimmend entkommen konnte.
43 Aber der Hauptmann wollte Paulus retten
und hinderte sie an ihrem Vorhaben.
Er ließ zuerst alle, die schwimmen konnten,
von Bord springen, um so das Ufer zu erreichen.
44 Die Übrigen folgten teils auf Planken,
teils auf anderen Schiffstrümmern.
So gelang es allen, sich an Land zu retten.

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