Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Samstag, 10. Oktober 2026

Daniel 9,1-19Bibellese für 03.05.2021
9,1 Es war im ersten Jahr,
nachdem Darius König der Babylonier geworden war.
Darius war ein Sohn des Xerxes
und gehörte zum Volk der Meder.
2 In seinem ersten Regierungsjahr
erforschte ich, Daniel, die Schriften.
Einst war ein Wort des Herrn
zum Propheten Jeremia gekommen:
»Jerusalem soll 70 Jahre lang verwüstet sein.«
Ich versuchte herauszufinden,
was es mit dieser Zahl auf sich hatte.
3 Ich wandte mich an Gott, den Herrn,
um zu beten und zu bitten.
Ich fastete, zog ein Trauergewand an
und streute Asche auf meinen Kopf.
4 Ich betete zu meinem Gott, dem Herrn,
bekannte meine Schuld und sagte:

»Ach Herr, du großer und furchterregender Gott!
Du stehst zu deinem Bund und schenkst denen Gnade,
die dich lieben und deine Gebote einhalten.
5 Wir haben Sünden begangen und Unrecht getan,
wir haben Schuld auf uns geladen und uns aufgelehnt.
Von deinen Geboten und Vorschriften sind wir abgewichen.
6 Auf deine Knechte, die Propheten, haben wir nicht gehört.
Dabei haben sie in deinem Namen
zu unseren Königen, Herrschern und Vorfahren geredet.
Sie haben zum ganzen Volk des Landes gesprochen.
7 Du bist gerecht, Herr,
und wir müssen uns schämen.
Das gilt für die Bewohner von Juda und Jerusalem
und für ganz Israel.
Du hast sie in nahe und ferne Länder zerstreut,
weil sie dir untreu geworden sind.
8 Ja, Herr, wir schämen uns,
wir, unsere Könige, Herrscher und Vorfahren.
Denn wir haben uns gegen dich gestellt.
9 Der Herr, unser Gott, ist barmherzig und vergibt uns –
obwohl wir uns gegen ihn aufgelehnt haben.
10 Auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes,
haben wir nicht gehört.
Wir haben seine Weisungen nicht befolgt,
die er uns gegeben hat
durch seine Knechte, die Propheten.
11 Ganz Israel hat deine Weisung missachtet.
Wir sind davon abgewichen
und haben nicht auf deine Stimme gehört.
Darum trifft uns jetzt der Fluch,
den Gott einst mit einem Schwur angedroht hat.
Denn wir haben uns gegen Gott gestellt.
Der Fluch steht geschrieben im Gesetzbuch des Mose,
der ein Knecht Gottes war.
12 Gott hat an seinen Worten festgehalten.
Er hat sie gegen uns ausgesprochen
und gegen die Männer, die über uns herrschen.
Er hat großes Unheil über uns kommen lassen.
Das, was jetzt in Jerusalem geschieht,
hat es unter dem Himmel noch nie gegeben.
13 Dieses ganze Unheil ist über uns gekommen,
wie es im Gesetzbuch des Mose geschrieben steht.
Wir haben es nicht geschafft,
den Herrn, unseren Gott, zu beruhigen.
Wir hätten uns von unserer Schuld abwenden
und auf seine Wahrheit achten können.
14 Daher sorgte der Herr für Unheil,
er hat es über uns kommen lassen.
Denn der Herr, unser Gott, ist gerecht bei allem, was er tut.
Wir aber haben nicht auf seine Stimme gehört.

15 Du, Herr, unser Gott, hast dein Volk
mit starker Hand aus Ägypten geführt.
Bis heute hast du dir damit einen Namen gemacht.
Wir aber haben Sünden begangen,
wir haben Verbrechen verübt!
16 Herr, du bist gerecht,
darum sei nicht mehr zornig!
Sei nicht mehr wütend auf deine Stadt,
auf Jerusalem, deinen heiligen Berg!
Wir haben Sünden begangen
und unsere Väter haben Schuld auf sich geladen.
So sind Jerusalem und dein Volk zum Gespött geworden
für alle, die rings um uns wohnen.
17 Und nun, unser Gott,
hör das Gebet deines Knechtes und seine Bitte.
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Heiligtum,
auch um deiner selbst willen, Herr.
18 Mein Gott, verschließe deine Ohren nicht!
Öffne deine Augen und sieh auf die Trümmer Jerusalems!
Sieh auf die Stadt, die dir gehört.
Wir wenden uns mit unseren Bitten an dich –
nicht, weil wir gerecht gehandelt hätten,
sondern im Vertrauen auf dein großes Erbarmen.
19 Herr, hör hin! Herr, vergib!
Hör aufmerksam zu, Herr, und handle!
Zögere nicht, mein Gott,
auch um deiner selbst willen!
Denn die Stadt und das Volk gehören doch dir.«

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