Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Donnerstag, 19. Februar 2026

Jeremia 40,1-16Bibellese für 10.11.2020
40,1 Jeremia bekam eine weitere Botschaft vom Herrn.

Jeremia war damals an den Händen gefesselt
und befand sich mitten unter den Gefangenen.
Sie sollten aus Jerusalem und Juda weggebracht
und in die Verbannung nach Babylonien geführt werden.
Doch Nebusaradan, der Kommandant der Leibwache,
entdeckte ihn in Rama und ließ ihn frei.
2 Der Kommandant der Leibwache nahm Jeremia zu sich
und sagte zu ihm:
»Der Herr, dein Gott, hatte angekündigt,
dass dieses Unheil dieses Land treffen wird.
3 Es ist so gekommen, wie er es angekündigt hatte.
Genauso hat der Herr gehandelt.
Denn ihr habt euch gegen den Herrn gestellt.
Ihr wolltet nicht auf den Herrn hören.
Deshalb hat euch das alles getroffen.
4 Doch dich befreie ich jetzt von den Fesseln,
mit denen deine Hände gebunden sind.
Wenn du willst, dann komm mit mir nach Babylon!
Dort werde ich für dich sorgen.
Wenn du aber nicht mit mir kommen willst,
dann lass es und gehe nicht nach Babylon.
Das ganze Land steht dir offen:
Du kannst gehen, wohin du willst!«

5 Jeremia war unschlüssig.
Da machte ihm Nebusaradan einen Vorschlag:
»Kehre zurück zu Gedalja,
dem Sohn des Ahikam und Enkel von Schafan!
Der König von Babylonien hat ihn eingesetzt
als Verwalter über die Städte Judas.
Dort kannst du bei deinen Landsleuten leben.
Oder du gehst woanders hin –
wohin auch immer du willst.«
Der Kommandant der Leibwache
gab Jeremia noch Verpflegung und Geschenke mit.
Dann ließ er ihn gehen.
6 Jeremia ging nach Mizpa,
zu Gedalja, dem Sohn Ahikams.
Er blieb bei ihm und lebte bei seinen Landsleuten,
die im Land zurückgeblieben waren.
7 Im Land zogen noch einige Truppen verstreut umher.
Die Offiziere hörten mit ihren Männern,
dass Gedalja, der Sohn des Ahikam, neuer Verwalter war.
Der König von Babylonien hatte ihn eingesetzt
und ihm die Menschen im Land anvertraut:
Männer, Frauen und Kinder,
den ärmsten Teil der Bevölkerung,
der nicht in die Verbannung
nach Babylonien gebracht worden war.
8 Deshalb kamen sie nach Mizpa zu Gedalja.
Es waren: Jischmael, der Sohn des Netanja,
Johanan und Jonatan, die Söhne des Kareach,
und Seraja, der Sohn des Tanhumet.
Auch die Söhne von Efai, dem Netofatiter,
und Jaasanja, der Sohn des Maachatiters, waren dabei.
Sie kamen zusammen mit ihren Männern.

9 Gedalja , der Sohn des Ahikam und Enkel von Schafan,
gab ihnen und ihren Männern ein Versprechen.
Er schwor ihnen: »Habt keine Angst davor,
den Babyloniern zu dienen!
Bleibt im Land und dient dem König von Babylonien!
Dann wird es euch gut gehen.
10 Ich werde hier in Mizpa bleiben,
um für alles geradezustehen,
wenn die Babylonier kommen.
Ihr aber sollt Trauben, Obst und Oliven ernten
und als Vorrat in euren Gefäßen sammeln.
Lebt in den Städten,
die ihr wieder in Besitz genommen habt!«

11 Es gab auch Menschen aus Juda,
die ins Ausland geflohen waren:
nach Moab, Edom, zu den Ammonitern
oder in andere Länder.
Auch sie hörten, dass der babylonische König
einen Rest in Juda zurückgelassen hatte.
Sie erfuhren, dass der König
über diese Menschen einen Verwalter eingesetzt hatte:
Gedalja , den Sohn Ahikams und Enkel Schafans.
12 Da kehrten alle Judäer aus sämtlichen Orten zurück,
in die sie verstreut worden waren.
Sie kamen zurück ins Land Juda
und gingen nach Mizpa zu Gedalja.
Dort ernteten sie große Mengen Trauben und Obst.
13 Einmal kam Johanan, der Sohn des Kareach, zu Gedalja.
Mit ihm kamen auch alle anderen Offiziere nach Mizpa,
die die verstreuten Truppen befehligt hatten.
14 Sie warnten Gedalja: »Weißt du schon,
dass dich Baalis, der König der Ammoniter, töten will?
Er hat Jischmael, den Sohn des Netanja, beauftragt,
dich zu ermorden.«
Doch Gedalja, der Sohn Ahikams, glaubte ihnen nicht.
15 Johanan, der Sohn des Kareach,
machte Gedalja in Mizpa heimlich dieses Angebot:
»Ich werde Jischmael, den Sohn Netanjas, umbringen
und niemand wird wissen, wer es war.
Wir können doch nicht zulassen, dass er dich tötet!
Sonst werden alle aus Juda wieder zur Flucht gezwungen,
die sich bei dir gesammelt haben.
Dann wird auch noch der Rest Judas zugrunde gehen.«
16 Gedalja, der Sohn Ahikams, blieb bei seiner Meinung.
Er antwortete Johanan, dem Sohn Kareachs:
»Tu das ja nicht!
Was du über Jischmael sagst, ist gelogen.«

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