Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Donnerstag, 19. Februar 2026

Jeremia 37,1-21Bibellese für 05.11.2020
37,1 König Zidkija, der Sohn des Joschija,
regierte anstelle von Konja, dem Sohn des Jojakim.
Nebukadnezzar , der König von Babylonien,
hatte ihn zum König im Land Juda gemacht.
2 Damals redete der Herr durch den Propheten Jeremia.
Doch Zidkija, seine Diener
und das Volk auf dem Land
wollten nicht darauf hören.

3 Einmal schickte König Zidkija Boten zu Jeremia.
Es waren Juchal, der Sohn des Schelemja,
und der Priester Zefanja, der Sohn des Maaseja.
Sie kamen zum Propheten Jeremia
und baten ihn im Namen des Königs:
»Bete doch für uns zum Herrn, unserem Gott!«
4 Damals konnte sich Jeremia noch frei im Volk bewegen.
Man hatte ihn noch nicht ins Gefängnis geworfen.
5 Zu dieser Zeit belagerten die Babylonier Jerusalem.
Aber dann brachen sie die Belagerung wieder ab.
Denn sie hatten gehört,
dass das Heer des Pharao aus Ägypten heranrückte.

6 Da kam dieses Wort des Herrn zum Propheten Jeremia:
7 So spricht der Herr , der Gott Israels!
Richtet dem König von Juda aus,
der euch zu mir geschickt hat, um mich zu befragen:
»Ja, das Heer des Pharao kommt euch zur Hilfe.
Aber es wird wieder nach Ägypten zurückkehren.
8 Dann werden die Babylonier wieder zurückkommen.
Sie werden diese Stadt belagern,
sie einnehmen und in Brand stecken.«
9 So spricht der Herr:
Täuscht euch doch nicht selbst mit dem Gedanken:
»Die Babylonier ziehen endgültig von uns ab.«
Nein! Sie werden nicht wirklich abziehen.
10 Vielleicht könntet ihr das Heer der Babylonier besiegen,
das gegen euch kämpft.
Wären dann nur ein paar verwundete Babylonier übrig,
würden sie wieder aufstehen –
ein jeder in seinem Zelt.
Und dann würden sie diese Stadt in Brand stecken.
11 Das Heer des Pharao rückte heran,
und das Heer der Babylonier zog von Jerusalem ab.
12 Da wollte Jeremia Jerusalem verlassen.
Er wollte ins Land Benjamin gehen,
um dort mit seiner Familie eine Erbschaft zu regeln.
13 Doch als er durch das Benjamintor ging,
hielt ihn ein Wachmann an.
Es war Jirija, der Sohn des Schelemja
und ein Enkel von Hananja.
Jirija beschuldigte Jeremia:
»Du willst zu den Babyloniern überlaufen!«
14 Jeremia entgegnete: »Das ist nicht wahr!
Ich will nicht zu den Babyloniern überlaufen.«
Doch der Wachmann glaubte ihm nicht.
Jirija packte Jeremia
und brachte ihn zu seinen Vorgesetzten.
15 Die hohen Beamten wurden zornig auf Jeremia
und ließen ihn schlagen.
Dann brachten sie ihn ins Gefängnis:
in das Haus des Schreibers Jonatan,
das sie zum Gefängnis gemacht hatten.
16 So landete Jeremia im Gewölbe einer Zisterne.
Dort blieb er eine lange Zeit.
17 König Zidkija schickte einen Boten zu Jeremia
und ließ den Gefangenen holen.
Der König befragte ihn heimlich in seinem Palast:
»Hast du ein Wort vom Herrn?«
Jeremia antwortete: »Ja.«
Dann sagte er:
»Du wirst dem babylonischen König ausgeliefert.«
18 Jeremia fragte König Zidkija:
»Was habe ich dir, deinen Dienern und dem Volk getan,
dass ihr mich ins Gefängnis geworfen habt?
19 Wo sind denn jetzt eure anderen Propheten,
die euch Gutes geweissagt haben?
Die hatten euch gesagt:
›Der babylonische König kommt nicht.
Er wird nicht gegen euch und dieses Land kämpfen.‹
20 Doch jetzt höre, mein Herr und König!
Gewähre mir doch, worum ich dich bitte:
Lass mich nicht zurückbringen
in das Haus des Schreibers Jonatan!
Sonst sterbe ich dort!«
21 Da gab König Zidkija den Befehl,
Jeremia im Wachhof gefangen zu halten.
Dort sollte er jeden Tag
ein Fladenbrot aus der Bäckergasse zu essen bekommen –
so lange, bis es in der Stadt kein Brot mehr gab.
Und Jeremia blieb im Wachhof.

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