Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Sonntag, 17. Mai 2026

Ester 2,1-18Bibellese für 04.10.2022
2,1 Nach einiger Zeit legte sich die Wut von König Xerxes.
Er dachte an Waschti und an das, was sie getan hatte.
Er erinnerte sich auch an das,
was dann über sie beschlossen worden war.
2 Die jungen Diener des Königs sagten:
»Man sollte für den König junge Mädchen suchen –
Jungfrauen, die gut aussehen.
3 In allen Provinzen seines Reiches
könnte der König Beauftragte einsetzen.
Die sollen schöne Mädchen, die noch Jungfrauen sind,
hierher in die befestigte Stadt Susa bringen.
Sie sollen dann in den Harem geführt werden,
den der königliche Eunuch Hegai beaufsichtigt.
Man soll für ihre Schönheitspflege sorgen.
4 Das Mädchen, das dem König dann am besten gefällt,
soll an Waschtis Stelle Königin werden.«
Der König fand den Vorschlag gut und machte es so.

5 Damals lebte ein Jude in der Festung Susa.
Er hieß Mordechai und war ein Sohn des Jair.
Er war Enkel von Schimi, Urenkel von Kisch
und stammte aus Benjamin.
6 Mordechai war einst aus Jerusalem verschleppt worden,
zusammen mit dem König Jojachin von Juda.
König Nebukadnezzar von Babylonien war es gewesen,
der sie verschleppt hatte.
7 Mordechai war der Pflegevater von Hadassa.
Die wurde Ester genannt und war seine Cousine.
Sie hatte ihren Vater und ihre Mutter verloren.
Nach dem Tod ihrer Eltern
hatte Mordechai sie wie eine Tochter aufgenommen.
Das Mädchen hatte eine gute Figur und war sehr hübsch.

8 Der Erlass des Königs wurde überall bekannt gegeben.
Viele Mädchen wurden in die Festung Susa gebracht
und unter Aufsicht von Hegai gestellt.
Auch Ester wurde in den Königspalast geholt
und Hegai, dem Aufseher der Frauen, unterstellt.
9 Das Mädchen gefiel ihm,
und er entwickelte eine Vorliebe für sie.
Er sorgte dafür, dass sie gutes Essen
und eine besondere Schönheitspflege bekam.
Außerdem stellte er ihr sieben Mädchen zur Seite,
die er aus dem Haushalt des Königs auswählte.
Er ließ sie alle zusammen im schönsten Raum wohnen,
den es im Harem gab.

10 Ester erzählte niemandem,
zu welchem Volk sie gehörte
und wo sie herkam.
So hatte Mordechai es ihr geraten.
11 Mordechai aber ging Tag für Tag beim Harem vorbei.
Er wollte wissen, ob es Ester gut ging
und was man mit ihr machte.
12 Ein junges Mädchen nach dem anderen war an der Reihe,
zu König Xerxes hineinzugehen.
Ein Jahr dauerte die Vorbereitung für jede Frau.
So war es für ihre Schönheitspflege vorgeschrieben:
sechs Monate eine Behandlung mit Myrrhenöl
und weitere sechs Monate mit Balsam.
Dazu kamen noch weitere Schönheitsmittel für Frauen.
13 Dann erst durften die Mädchen zum König hineingehen.
Ihnen wurde mitgegeben, was sie dabeihaben wollten.
So konnten sie eigene Sachen in den Palast mitnehmen,
wenn sie aus dem Harem kamen.

14 Jeden Abend ging immer ein Mädchen zum König,
und am Morgen kam es wieder heraus.
Danach ging es in den zweiten Harem,
der unter Aufsicht von Schaaschgas stand.
Als Eunuch des Königs beaufsichtigte er die Nebenfrauen.
Kein Mädchen durfte zwei Mal zum König gehen –
es sei denn, sie gefiel ihm
und sie wurde ausdrücklich mit ihrem Namen gerufen.

15 Schließlich war Ester an der Reihe, zum König zu gehen.
Die Tochter des Abihajil wollte nichts mitnehmen
außer dem, wozu Hegai ihr geraten hatte.
Der war Eunuch des Königs und Aufseher im Harem.
– Mordechai war der Neffe von Abihajil
und hatte Ester damals wie eine Tochter angenommen. –
Nun gewann Ester die Zuneigung aller, die sie sahen.
16 Als Ester zu Xerxes in den Palast geholt wurde,
war der schon sieben Jahre lang König.
Es war der zehnte Monat, der Tebet heißt.

17 Der König entwickelte eine Vorliebe für Ester.
Er liebte sie mehr als alle anderen Jungfrauen,
und sie gewann seine Zuneigung.
Daher setzte er Ester die Krone auf
und machte sie so zur Königin anstelle von Waschti.
18 Der König gab ein großes Fest zu Ehren von Ester
für seine hohen Beamten und Diener.
Für die Provinzen gewährte er einen Steuererlass.
Und er verteilte Geschenke,
wie es für einen König üblich war.

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