Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Mittwoch, 20. Mai 2026

Rut 2,1-23Bibellese für 07.07.2022
2,1 Noomis Mann Elimelech hatte einen Verwandten,
der Boas hieß.
Er gehörte zur Großfamilie von Elimelech
und war ein wohlhabender und zuverlässiger Mann.
2 Die Moabiterin Rut sagte zu Noomi:
»Ich will aufs Feld gehen und Ähren sammeln,
die bei der Ernte liegen geblieben sind.
Ich will es bei jemandem tun,
der es mir freundlich erlaubt.«
Noomi antwortete: »Geh nur, meine Tochter!«
3 Rut machte sich auf und kam zu einem Feld.
Dort ging sie hinter denen her,
die das Getreide ernteten.
Sie sammelte die Ähren,
die liegen geblieben waren.
Zufällig gehörte das Feld Boas,
dem Verwandten von Elimelech.

4 Boas kam aus Betlehem
und begrüßte die Landarbeiter:
»Der Herr sei mit euch!«
Sie grüßten zurück:
»Der Herr segne dich!«
5 Boas fragte seinen Gehilfen,
der die Landarbeiter beaufsichtigte:
»Woher stammt die junge Frau da?«
6 Der Gehilfe antwortete ihm:
»Sie ist eine Moabiterin,
die zusammen mit Noomi aus Moab zurückgekehrt ist.
7 Sie hat gefragt, ob sie die Ähren sammeln darf,
die hinter den Landarbeitern liegen geblieben sind.
Seit dem frühen Morgen ist sie schon da.
Erst jetzt ruht sie sich unter dem Dach
ein wenig aus.«
8 Boas sprach Rut an:
»Hör auf mich, meine Tochter:
Geh nicht auf ein anderes Feld, um Ähren aufzusammeln!
Bleib hier bei meinen Arbeiterinnen!
9 Gib acht, wo sie das Feld abernten,
und geh hinter ihnen her!
Ich habe den jungen Männern verboten,
dich zu belästigen.
Wenn du Durst hast, geh zu den Krügen dort!
Trink das frische Wasser,
das sie aus dem Brunnen schöpfen.«

10 Rut verbeugte sich tief und sagte zu ihm:
»Womit habe ich es verdient,
dass du so freundlich zu mir bist?
Ich bin doch eine Ausländerin.«
11 Boas antwortete:
»Man hat mir schon von dir erzählt.
Ich weiß doch, was du nach dem Tod deines Mannes
für deine Schwiegermutter getan hast.
Du hast deinen Vater, deine Mutter
und deine Heimat verlassen.
Du bist zu einem Volk gezogen,
das du vorher nicht gekannt hast.
12 Der Herr tue dir Gutes für das, was du getan hast.
Der Herr, der Gott Israels, soll dich reich belohnen.
Zu ihm bist du gekommen,
um unter seinen Flügeln Schutz zu finden.«
13 Rut antwortete:
»Mein Herr, ich danke dir,
dass du so freundlich zu mir bist!
Ja, du hast mich getröstet.
Du hast dich um deine Magd gekümmert,
obwohl ich keine von deinen Dienerinnen bin.«
14 Zur Essenszeit rief Boas nach Rut:
»Komm her zu uns! Iss von unserm Brot
und tunk es in den Essig!«
Rut setzte sich zu den Landarbeitern.
Boas gab ihr geröstete Getreidekörner,
und Rut aß, bis sie satt war.
Es blieb sogar noch etwas übrig.
15 Dann stand sie auf, um weiter zu sammeln.
Boas wies seine Gehilfen an:
»Lasst sie auch die Ähren aufheben,
die zwischen den Garben liegen geblieben sind!
Hütet euch davor, sie zu belästigen!
16 Zieht vielmehr Ähren aus den Garben heraus
und lasst sie liegen, damit sie sie aufheben kann!
Ihr dürft sie auf keinen Fall zurechtweisen.«

17 Rut sammelte bis zum Abend Ähren auf dem Feld.
Dann schlug sie die Körner heraus.
Ein kleiner Sack Gerste kam zusammen.
18 Mit dem ging sie in die Stadt.
Ihre Schwiegermutter Noomi staunte darüber,
dass sie so viel gesammelt hatte.
Rut gab ihr auch von den gerösteten Körnern,
die sie übrig behalten hatte.

19 Ihre Schwiegermutter fragte sie:
»Wo hast du heute Ähren gesammelt?
Von wem hast du das?
Gott segne den, der so freundlich zu dir gewesen ist!«
Da erzählte Rut ihrer Schwiegermutter,
bei wem sie gewesen war, und sagte:
»Ich bin heute auf dem Feld von Boas gewesen.«
20 Noomi antwortete ihrer Schwiegertochter:
»Der Herr ist den Lebenden und den Toten gnädig.
Er soll Boas segnen!«
Und sie erklärte Rut:
»Dieser Mann ist ein naher Verwandter von uns.
Er ist unser Löser, unser Beistand in Not.«
21 Da erzählte die Moabiterin Rut,
dass Boas ihr auch gesagt hatte:
»Bleib bei meinen Arbeitern,
bis sie die ganze Ernte eingebracht haben!«
22 Noomi antwortete ihrer Schwiegertochter:
»Das ist gut, meine Tochter.
Geh mit seinen Arbeiterinnen aufs Feld, Rut!
Auf einem anderen Feld
würde es dir vielleicht schlecht ergehen.«
23 Rut blieb also bei den Arbeiterinnen des Boas.
Sie sammelte Ähren, bis die Gerstenernte vorbei war.
Auch noch während der Weizenernte tat sie das.
Sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.

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