Die Bibel - das Buch der Bücher

Wir helfen Menschen, die mehr über die Bibel erfahren möchten oder noch keinen Zugang zur Bibel haben – in verschiedenen Ländern der Welt, wo es Bibelgesellschaften gibt.

Die Bibel begleitet Menschen seit Jahrhunderten und prägt Denken, Kultur und Werte weltweit.
Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist Teil des Weltbundes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) und setzt sich als überkonfessioneller Verein dafür ein, dass alle Menschen die Heilige Schrift verstehen und in ihrer Sprache lesen können.

Von Biel aus unterstützt sie internationale Partner bei der Mittelbeschaffung für Übersetzungen, Revisionen und die Verbreitung der Bibel. Dazu gehören auch Alphabetisierungsprojekte, wie z. B. in Ghana. Darüber hinaus fördert sie den offenen Austausch zwischen Wissenschaft, Glauben und Gesellschaft – etwa durch Vortragsreihen wie «Mehr als Sternenstaub?» oder Bildungsangebote rund um die Bibel.

 

Anregung zur Lektüre

Ökumenische Lesung vom Montag, 16. Februar 2026

Daniel 6,1-29Bibellese für 28.04.2021
6,1 Er war damals 62 Jahre alt.
2 Darius beschloss,
im ganzen Königreich 120 Statthalter einzusetzen.
3 Sie waren drei hohen Beamten unterstellt,
von denen einer Daniel war.
Die Statthalter sollten ihnen Rechenschaft ablegen,
damit dem König kein Schaden entstand.
4 Daniel war außergewöhnlich begabt,
er übertraf alle hohen Beamten und Statthalter.
Daher hatte der König die Absicht,
ihm die Verwaltung für das ganze Reich zu übertragen.
5 Da suchten die hohen Beamten und Statthalter
einen Vorwand, um Daniel anzuklagen.
Daniel aber war zuverlässig,
sie konnten nichts gegen ihn anführen.
Sie konnten weder ein Vergehen
noch einen Vorwand finden.
Nicht eine Nachlässigkeit entdeckten sie –
er hatte sich nichts zuschulden kommen lassen.
6 Daraufhin sagten die Männer:
»Gegen diesen Daniel haben wir nichts in der Hand –
es sei denn, wir finden etwas gegen ihn
im Gesetz seines Gottes.«

7 Die hohen Beamten und Statthalter
eilten zum König und sagten zu ihm:
»Lang lebe König Darius!
8 Alle hohen Beamten des Königs, die Vorsteher,
Statthalter, Minister und Verwalter haben sich beraten.
Es soll eine königliche Verordnung erlassen werden
und ein Verbot in Kraft treten.
Für die nächsten dreißig Tage soll gelten:
Richtet jemand eine Bitte nicht an dich, König,
sondern an irgendeinen Gott oder Menschen –
dann soll er in die Löwengrube geworfen werden.
9 Nun, König, erlass dieses Verbot
und unterschreib die Vorschrift.
Nach dem unveränderlichen Gesetz der Meder und Perser
kann es nicht wieder aufgehoben werden.«
10 So unterschrieb König Darius die Vorschrift,
und das Verbot trat in Kraft.

11 Als Daniel von der Vorschrift erfuhr, ging er in sein Haus.
Im oberen Stockwerk hatte es offene Fenster,
die in Richtung Jerusalem zeigten.
Dreimal am Tag kniete er dort nieder,
um zu beten und Gott zu preisen.
Das machte er schon immer so.
12 Plötzlich stürmten seine Gegner herein
und fanden Daniel.
Er war gerade dabei, Gott anzuflehen
und seine Bitten vorzubringen.
13 Daraufhin gingen die Männer zum König
und sprachen ihn auf das königliche Verbot an.
Sie fragten: »Hast du nicht ein Verbot unterschrieben,
das für dreißig Tage gilt?
Jeder, der eine Bitte nicht an dich richtet, König,
soll doch in die Löwengrube geworfen werden.«
Der König antwortete: »So ist es,
es ist ein Gesetz der Meder und Perser.
Das aber kann nicht wieder aufgehoben werden.«
14 Daraufhin berichteten sie dem König:
»Dann müssen wir dir etwas über Daniel sagen,
der zu den Gefangenen aus Juda gehört.
Er achtet weder dich, König,
noch das Verbot, das du unterschrieben hast.
Dreimal täglich verrichtet er sein Gebet.«
15 Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt.
Er fasste den Entschluss, Daniel zu helfen.
Bis zum Sonnenuntergang wollte er ihn retten.
16 Da eilten die Männer zum König und sagten zu ihm:
»König, denk an das Gesetz der Meder und Perser!
Ein königliches Verbot oder eine Vorschrift
darf nicht wieder aufgehoben werden.«
17 Daraufhin befahl der König, Daniel zu holen
und ihn in die Löwengrube zu werfen.
Der König sagte zu Daniel:
»Dein Gott, dem du unerschütterlich dienst,
er soll dich retten.«
18 Dann holte man einen Stein
und wälzte ihn auf die Öffnung der Grube.
Der König versiegelte sie mit seinem Siegelring
und auch mit den Siegelringen wichtiger Amtsträger.
Niemand konnte Daniel mehr herausholen.
19 Danach ging der König wieder in seinen Palast.
Er fastete die ganze Nacht und fand keinen Schlaf.
20 Früh am Morgen, noch in der Dämmerung,
stand der König auf und eilte zur Löwengrube.
21 Als er sich der Grube näherte,
rief er mit ängstlicher Stimme nach Daniel.
Er fragte: »Daniel, Knecht des lebendigen Gottes!
Hat dein Gott, dem du unerschütterlich dienst,
dich vor den Löwen retten können?«
22 Daniel sagte zum König: »Lang lebe der König!
23 Mein Gott hat einen Engel geschickt,
der hat den Löwen den Rachen verschlossen.
So konnten sie mir nichts antun.
Mein Gott weiß, dass ich unschuldig bin.
Weder ihm noch dir gegenüber
bin ich schuldig geworden.«
24 Der König freute sich sehr und befahl,
Daniel aus der Löwengrube herauszuholen.
Da holte man Daniel aus der Löwengrube.
Er war völlig unverletzt,
denn er hatte auf Gott vertraut.
25 Daraufhin ließ der König die Männer holen,
die Daniel angeklagt hatten.
Er ließ sie in die Löwengrube werfen,
zusammen mit ihren Kindern und Frauen.
Noch bevor sie den Boden der Grube erreichten,
stürzten sich die Löwen auf sie.
Sie zermalmten ihnen die Knochen.
26 König Darius schrieb
an die Menschen aller Völker, Nationen und Sprachen,
die auf der Erde wohnten:
»Euch soll reichlich Friede zuteilwerden!
27 Ich erlasse diesen Befehl:
In meinem ganzen Königreich
soll man den Gott Daniels fürchten
und vor ihm zittern.
Er ist der lebendige Gott, der für immer bleibt.
Sein Königreich wird nie zugrunde gehen
und seine Herrschaft hat kein Ende.
28 Er rettet und er befreit.
Er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf der Erde.
Er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen gerettet.«

29 Daniel hatte Macht und Einfluss –
sowohl unter der Herrschaft von Darius
als auch unter der Herrschaft von Kyros, dem Perser.

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