Weltbund der Bibelgesellschaften

Unterwegs zu einem gemeinsamen Ziel

Im Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies, UBS) sind weltweit 148 nationale Bibelgesellschaften zusammengeschlossen. Unter seinem Dach pflegen die Mitglieder den Erfahrungsaustausch und unterstützen sich gegenseitig in ihren Aufgaben.

Das gemeinsame Ziel ist, die Heilige Schrift möglichst weit und sinnvoll zu verbreiten. Menschen sollen ermuntert werden, den Dialog mit Gott zu wagen. Dies erfolgt in Partnerschaft mit allen christlichen Kirchen und ihnen nahe stehenden Organisationen.

UBS World Assembly (Weltversammlung) Mai 2016 in Philadelphia USA: weiter…

UBS bezeugt die Wichtigkeit der Ökumene

Die bedeutsamen Umwälzungen innerhalb des Weltbundes der Bibelgesellschaften (UBS, United Bible Societies) haben auf struktureller Ebene mit den Wahlen für das neue „Global Council“ (Weltrat)  im September 2013 ein vorläufiges Ende gefunden. Der Weltrat besteht neu aus 22 Personen aus allen Erdteilen, die meisten von ihnen Generalsekretäre oder Vorstandsmitglieder aus nationalen Bibelgesellschaften. In den Weltrat gewählt worden sind nun auch Persönlichkeiten aus vier unterschiedlichen, kirchlichen Traditionen: Kardinal John Olorunfemi Onaiyekan (Nigeria, römisch-katholisch), Bischof Angaelos (England, koptisch-orthodox) Bischof John Chew (Singapur, protestantisch) sowie Dr. Rosalee Velloso Ewell (Brasilien und England, Evangelische Allianz).

Es ist das erste Mal in der Geschichte des Weltbundes der Bibelgesellschaften, dass externe Persönlichkeiten aus unterschiedlichen christlichen Denominationen in den Weltrat gewählt wurden. Der Weltbund bezeugt damit die Wichtigkeit der Ökumene.

Die erste Bibelgesellschaft

1804 wurde in London die “Britische und Ausländische Bibelgesellschaft” gegründet. Ihr Ziel war es, die Bibel in der ganzen Welt zu übersetzen und zu verbreiten. Diese Idee wurde durch so genannte “Auslandsekretäre” in alle Welt weitergetragen und es entstanden neue Bibelgesellschaften in zahlreichen Ländern. Zusammen mit den ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründeten Missionsgesellschaften wurde nun die Bibel bis zum Jahr 1920 in rund 840 Sprachen übersetzt. Und wie die neuste Statistik der UBS zeigt, wird die Bibel auch heute noch Jahr für Jahr in zusätzliche Sprachen übersetzt.

Biblische Texte verständlich wiedergeben

Vor allem in Kolonien setzten sich die Missionare dafür ein, dass die Bibel auch in die Sprachen der einheimischen Bevölkerung übersetzt wurde. Dies war und ist auch noch heute nicht immer einfach. Vielfach muss zunächst eine solche Sprache überhaupt erst einmal grammatikalisch erfasst werden. Zudem spiegeln sich kulturelle Unterschiede in den Sprachen besonders deutlich wider, so dass oft andere Ausdrücke gefunden werden müssen, um einen biblischen Sachverhalt auch verständlich wiedergeben zu können.

Gründung des UBS

1946 trafen sich Vertreter von dreizehn Bibelgesellschaften, darunter auch ein Vertreter aus der Schweiz, um den Weltbund der Bibelgesellschaften zu gründen. Die Bibelgesellschaftsbewegung breitete sich weltweit überraschend schnell aus. Gegenwärtig sind rund 150 Mitglieder an der Realisierung der vom UBS ausgewählten und unterstützten Projekte beteiligt. Die Tätigkeit wird gemeinsam finanziert und erstreckt sich auf über 200 Länder. Die Bibelgesellschaften arbeiten mit allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften zusammen.