Heisst es Mofa – Mafa – Natakan… oder Matakam?

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Kamerun

Heisst es Mofa – Mafa – Natakan… oder Matakam?

Kommt Ihnen beim Wort «Mofa» auch als erstes ein Töffli in den Sinn? Aber «Mofa» ist noch etwas ganz anderes, weit Wichtigeres: Nämlich die Sprache von einer halben Million Menschen, die mehrheitlich im Norden Kameruns leben.

Kontaktperson

Eva Thomi
eva.thomi(at)die-bibel.ch
+41 32 327 20 27

In diesem Land in Zentralafrika sind Französisch und Englisch die Amtssprachen – man geht jedoch davon aus, dass Kamerun die Heimat von aktuell 230 nationalen Sprachen ist. «Mofa» ist eine davon und diese Sprache ist auch bekannt als «Mafa», «Natakan» oder «Matakam». Die Menschen, welche diese Sprache, ihre Sprache des Herzens nennen, stehen im Arbeitsprogramm der nationalen Bibelgesellschaft ganz weiten oben: Denn ihre Bibel wird für sie nun revidiert!

Drei Faktoren spielten eine wesentliche Rolle beim Entscheid der kamerunischen Bibelgesellschaft, an welcher Bibelübersetzung oder an welcher Bibelrevision vorzugsweise gearbeitet werden soll. Ein solcher Entscheid musste getroffen werden, da schlicht zu wenig Ressourcen vorhanden sind, alle Übersetzungsprojekte gleichermassen zügig voranzutreiben:

Notwenigkeit der Revision

Zum Ersten haben die Pastoren, Pfarrer und Gemeindeglieder eine schriftliche Anfrage an die Bibelgesellschaft gerichtet: Sie gaben darin ihrem Bedürfnis und ihrem Wunsch nach einer Revision der bestehenden Bibelübersetzung Ausdruck und baten darum, diese Arbeit so bald als möglich an die Hand zu nehmen. Anlässlich eines Besuches des Generalsekretärs, Pfr. Luc Gnowa, bei den Mofa-sprechenden Gemeinden konnte er sich persönlich von der Notwendigkeit dieser Revision überzeugen. Stark beeindruckt hat ihn dabei vor allem die Bereitschaft der Menschen, alles in ihrer Kraft Stehende zu tun, um die Übersetzungsarbeiten zu unterstützen.

Düstere Zukunftsaussichten für Junge

Zum Zweiten geht es um die jüngeren Menschen und ihre Perspektiven in ihrer Heimat: Mehr als 60 Prozent der Mofa sind jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben in Armut, mit eher düsteren Zukunftsaussichten, ohne Schulabschluss. Dies, obwohl in Kamerun Schulplicht herrscht und obwohl der Schulbesuch an staatlichen Grundschulen kostenlos ist. Aber gerade in nördlich gelegenen Provinzen – also auch bei unseren Mofa – ist die Einschulungsquote deutlich tiefer als in anderen Regionen. So erstaunt es nicht, dass trotz all der staatlichen Bemühungen die Analphabetenrate mit 25 Prozent relativ hoch ist. Die Bibel in der eigenen, geläufigen Muttersprache zur Verfügung zu haben hilft, die eigene Kultur und die eigene Geschichte besser zu verstehen. Sie kann dazu motivieren, lesen und schreiben zu lernen und so die eigenen Zukunftschancen deutlich zu verbessern.

Übersetzung von 1977

Zum Dritten stammt die momentan verfügbare Übersetzung aus dem Jahre 1977. Missionare haben dafür gesorgt, dass die erste Bibel für die Mofa übersetzt wurde. Doch Sie wissen aus eigener Erfahrung: Eine Sprache verändert sich, Wörter verschwinden, neue kommen hinzu. Das macht nicht nur neue Bibelübersetzungen, sondern eben auch gerade Revisionen dringend notwendig.

Liebe Bibelfreundin, lieber Bibelfreundin, Sie sehen: Es gibt mehr als einen guten Grund, das Bibelübersetzungsprojekt «Mofa» in Kamerun zu unterstützen. Vielen Dank für Ihre Solidarität, Ihre Spende und Ihre Fürbitte für die Menschen in Kamerun.

So können Sie zum Beispiel helfen
Mit
CHF 30
ermöglichen Sie beispielsweise die Durchführung von Bildungstagen in Gemeinden, wo anhand von aktuellen Beispielen über den neuesten Stand der Übersetzung diskutiert wird.
Mit
CHF 75
helfen Sie beispielsweise mit beim Druck von kleinen Büchlein für Kinder mit bereits übersetzten biblischen Geschichten.
Mit
CHF 120
beteiligen Sie sich an den Lebensunterhaltungskosten des Übersetzungsteams, welches an der Revision der Mofa-Bibel arbeitet.

Jede Hilfe ist willkommen! Deshalb freuen wir uns, dass Sie die Arbeit der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) mit einer Spende unterstützen wollen. Denn Spenden sind eine wichtige Säule der Mittelbeschaffung der SB.