Ostern

Bestellen unter

bibelshop.ch

Die Ostergeschichte in der Bibel

An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu. Die Osterbotschaft ist die schönste Botschaft überhaupt. Sie schenkt uns Hoffnung, die grösser als alle unsere Ängste ist: Der Tod ist besiegt. Ostern ist das Fest des Lebens und der Freude!

Das Osterevangelium in 15 Sprachen als pdf

Artikel für Ostern in unserem Online-Bibelshop

Die Karwoche

Die Woche vor Ostern wird Karwoche genannt. In ihr denken die Christen an die so genannte Passion, den Leidensweg Jesu bis zu seinem Tod. Er spielte sich in der letzten Woche seines Lebens in Jerusalem ab. Hier eine Übersicht über die Ereignisse, wie die Evangelien sie berichten:

Sonntag (Palmsonntag)
Einzug in Jerusalem: Jesus reitet auf einem jungen Esel und wird wie ein König begrüsst (Markus 11,1-11).

Montag
Tempelreinigung – Jesus vertreibt die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel (Markus 11,15-19).

Dienstag
Jesus lehrt im Tempel (Markus 12-13).

Mittwoch
Salbung in Betanien (Markus 14,3-9). Judas kommt mit den führenden Priestern überein, Jesus zu verraten (Markus 14,10-11).

Donnerstag (Gründonnerstag)
Das letzte Abendmahl mit den zwölf Aposteln im Obergeschoss eines Hauses in Jerusalem. Danach nimmt Jesus die Jünger mit in den Garten Getsemani, um zu beten. Jesus wird verhaftet, nachdem Judas ihn mit einem Kuss verraten hat (Matthäus 26,17-56).

Freitag (Karfreitag)
Jesus wird vor führenden Priester gebracht (Matthäus 26,57-68), danach vor den Hohen Rat, das oberste Gericht der Juden. Anschließend wird er Pontius Pilatus vorgeführt, der ihn zu Herodes zu einem Verhör schickt (Lukas 23,1-12). Pilatus fällt das Todesurteil. Jesus wird nach Golgota gebracht und gekreuzigt (Markus 15,21-41). Nach seinem Tod wird der Leichnam vom Kreuz abgenommen und im Grab des Josef von Arimathäa, eines reichen Juden, beigesetzt (Markus 15,42-47).

Sonntag (Ostersonntag)
Jüngerinnen von Jesus, die den Leichnam salben wollen, finden sein Grab leer vor und erfahren als Erste von der Auferstehung (vgl. Lukas 24,1-12). Die Jünger, denen sie von ihrem Erlebnis berichten, schenken ihnen keinen Glauben. Doch dann begegnen zwei von ihnen auf dem Weg zum nahe gelegenen Emmaus selbst dem auferstandenen Herrn (Lukas 24,13-35). In den folgenden Tagen begegnen auch die anderen Jünger dem Auferstandenen.

Text Karwoche: Deutsche Bibelgesellschaft

Lukas 24,1-31: Jesus lebt und zeigt sich seinen Jüngern 

Die Frauen am leeren Grab

1Der Sabbat war vorüber. Gleich als der Morgen dämmerte, gingen die Frauen zum Grab. Sie brachten die wohlriechenden Öle mit, die sie vorbereitet hatten. 2Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war.

3Sie gingen in die Grabkammer. Doch sie konnten den Leichnam von Jesus, dem Herrn, nicht finden.

4Dann, während sie noch überlegten, was sie von alldem halten sollten – sieh doch: Da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5Die Frauen erschraken und hielten ihren Blick gesenkt. Die beiden Männer sagten zu ihnen: "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt. Erinnert euch an das, was er zu euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: 7'Der Menschensohn muss ausgeliefert werden in die Hände der Menschen, die voller Schuld sind. Er muss am Kreuz sterben. Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen.'" 8Da erinnerten sich die Frauen an das, was Jesus gesagt hatte.

Petrus am leeren Grab

9Die Frauen kehrten vom Grab zurück und berichteten alles den elf Jüngern und den anderen Anwesenden. 10Es waren Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und noch andere, die zu ihnen gehörten. Die Frauen erzählten den Aposteln, was sie erlebt hatten. 11Die Apostel hielten ihren Bericht für reine Erfindung und glaubten ihnen nicht.

12Aber Petrus stand auf und lief zum Grab. Er schaute hinein, sah aber nur die Leinenbinden. So ging er wieder zurück und fragte sich, was da wohl geschehen war.

Jesus begleitet zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus

13Und sieh doch: Am selben Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus. Es liegt etwa sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. 14Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten. 15Dann, während sie noch miteinander redeten und hin und her überlegten, kam Jesus selbst dazu und schloss sich ihnen an. 16Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt, und sie erkannten ihn nicht.

17Er fragte sie: "Worüber seid ihr unterwegs so sehr ins Gespräch vertieft?" Da blieben sie traurig stehen. 18Der eine – er hieß Kleopas – antwortete ihm: "Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?"

19Jesus fragte sie: "Was denn?" Sie sagten zu ihm: "Das mit Jesus von Nazaret! Er war ein großer Prophet. Das hat er durch sein Wirken und mit seinen Worten vor Gott und vor dem ganzen Volk gezeigt. 20Unsere führenden Priester und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates haben dafür gesorgt, dass er zum Tod verurteilt und gekreuzigt wurde. 21Wir hatten doch gehofft, dass er es ist, der Israel erlösen soll. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist.

22Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, aus der Fassung gebracht: Sie waren frühmorgens am Grab. 23Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: 'Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jesus lebt!' 24Einige von uns sind sofort zum Grab gelaufen. Sie fanden alles so vor, wie die Frauen gesagt haben – aber Jesus selbst haben sie nicht gesehen."

25Da sagte Jesus zu den beiden: "Warum seid ihr so begriffsstutzig und tut euch so schwer damit zu glauben, was die Propheten gesagt haben? 26Musste der Christus das nicht alles erleiden, um in die Herrlichkeit seines Reiches zu gelangen?" 27Und Jesus erklärte ihnen, was in den Heiligen Schriften über ihn gesagt wurde – angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten. 

Jesus gibt sich den beiden Jüngern zu erkennen

28So kamen sie zu dem Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat so, als wollte er weiterziehen. 29Da drängten sie ihn: "Bleibe doch bei uns! Es ist fast Abend und der Tag geht zu Ende!" Er ging mit ihnen ins Haus und blieb dort.

30Dann, nachdem er sich mit ihnen zum Essen niedergelassen hatte, nahm er das Brot und sprach das Dankgebet. Er brach das Brot in Stücke und gab es ihnen. 31Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen und sie erkannten ihn. Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen.

Bibelübersetzung: BasisBibel

IIustration von Annie Vallotton aus LA BIBLE