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Eva Thomi
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Madagaskar auf einen Blick
Madagaskar ist nach Indonesien der flächenmässig zweitgrösste Inselstaat der Welt. Er wird auch der „achte Kontinent“ genannt. Diese Bezeichnung rührt aber weniger von der Grösse der Insel her als von ihrer langen isolierten Entwicklung, die eine sehr eigenständige Natur entstehen liess.
Bevölkerung: 21,9 Millionen
Amtssprache: Malagasy, Französisch
Religion: Christen 41 %, Indigene Religionen 52 %, Muslime 7 %
Alphabetisierung: Frauen 62,5 %, Männer 75,5 %
Lebenserwartung: Frauen 65,7 Jahre, Männer 61,6 Jahre
Quellen: worldstat.info, weltkarte.com
Wenn alle Bibeln ausverkauft sind![]() Ich bitte Sie, haben Sie eine kostengünstige Bibel für mich? Mit dieser Frage wird das Verkaufsteam der Bibelgesellschaft in Madagaskar immer wieder konfrontiert. Die Nachfrage nimmt stetig zu. Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die grossen Naturschätze stehen in einem unglaublichen Kontrast zur Armut grosser Bevölkerungsteile. Man geht davon aus, dass weit über die Hälfte der Madagassen kein regelmässiges Einkommen erzielt. Mehr als fünfzig Prozent der Bevölkerung ist jünger als zwanzig Jahre. Viele Madagassen arbeiten nur zeitweise als Tagelöhner, zum Beispiel während den Erntezeiten. Politisch steht Madagaskar derzeit unter einer militärisch installierten Übergangsregierung. Bewegende MomenteIn diesem Umfeld hat es die Bibelgesellschaft in Madagaskar nicht leicht: Der Bedarf an Bibeln beläuft sich auf 150‘000 Ausgaben pro Jahr. Fehlende finanzielle Mittel sind der Grund, dass pro Jahr nur 65‘000 Bibeln verbreitet werden können. Diese werden zu stark vergünstigten Preisen abgegeben, damit sich die Menschen überhaupt eine Bibel leisten können. Der Wunsch nach einer eigenen Bibel ist oft so gross, dass sich an den Verkaufsständen und in den Bibeldepots erschütternde Szenen abspielen. Tsirisoa Razafimamonjy, Projektverantwortliche, berichtet: "Eine ältere Frau kam bereits in den frühen Morgenstunden an unseren Stand und betrachtete die günstigen Bibeln, Mittags stand sie immer noch dort. Nach und nach wurden die preiswerten Heiligen Schriften verkauft. Am Nachmittag, als nur noch wenige Bibeln verfügbar waren, entschied sie sich nach Hause zu gehen und ein Huhn zu verkaufen, um mit dem Erlös dieses begehrte Buch kaufen zu können. Als sie gegen Abend mit dem Geld zurückkam, waren alle Bibeln ausverkauft. Mit Tränen der Enttäuschung kehrte sie nach Hause zurück." Engagieren Sie sich mit einer Spende. Zum Beispiel mit:
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