: Kanon der Schriften
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Lukas 20,41-47

41 Nun wandte Jesus sich an sie alle und fragte: »Wie lässt sich behaupten, der versprochene Retter müsse ein Sohn Davids* sein? 42 David selbst sagt doch im Buch der Psalmen: 'Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn: Setze dich an meine rechte Seite! nach Ps 110,1; Mk 12,36S 43 Ich will dir deine Feinde unterwerfen, sie als Schemel unter deine Füße legen.' 44 David nennt ihn also 'Herr' – wie kann er dann sein Sohn sein?« 45 Vor dem ganzen versammelten Volk warnte Jesus seine Jünger, die Männer und Frauen: 46 »Nehmt euch in Acht vor den Gesetzeslehrern*! Sie zeigen sich gern in ihren Talaren und fühlen sich geschmeichelt, wenn sie auf der Straße respektvoll gegrüßt werden. Beim Gottesdienst sitzen sie in der vordersten Reihe und bei Festmählern nehmen sie die Ehrenplätze ein. 47 Sie sprechen lange Gebete, um einen guten Eindruck zu machen; in Wahrheit aber sind sie Betrüger, die schutzlose Witwen um ihren Besitz bringen. Sie werden einmal besonders streng bestraft werden.«;

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Bibeltext 27.03.2017

Lukas 20,41-47 41 Nun wandte Jesus sich an sie alle und fragte: »Wie lässt sich behaupten, der versprochene Retter müsse ein Sohn Davids* sein? 42 David selbst sagt doch im (...)

Altes Testament: Anordnung der Schriften

Die erste und bei weitem grösste Teil unserer Bibel, das Alte Testament, setzt sich in evangelischen Bibelausgaben aus 39 Einzelschriften unterschiedlichen Umfangs zusammen. Die Bibelausgaben der katholischen Kirche enthalten zusätzlich eine Reihe von Schriften, die in einzelnen Ausgaben der Lutherbibel und in der Gute Nachricht Bibel als Apokryphen oder Spätschriften des Alten Testaments bezeichnet und in einem selbständigen Teil am Ende des Alten Testaments zusammengestellt sind.

Kanon der Schriften

Dieser Unterschied in Zahl und Reihenfolge des alttestamentlichen Schriften hat geschichtliche Gründe. Sie hängen zusammen mit der "Kanonisierung" dieses Schrifttums, das heisst mit der Entscheidungen jüdischer und christlicher Gremien darüber, welche Schriften als heilge Schriften für den gottesdienstlichen Gebauch verbindlich und unveränderlich gelten sollten. Der alttestamentliche "Kanon" (Auswahl und Ordnung der Schriften) ohne die Apokrypen geht im Wesenlichen auf die Entscheidung jüdischer Gelehrter um das Jahr 100 n.Chr. zurück.