: MV 2011
schliessen

Lukas 6,1-11

1 An einem Sabbat* ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger* rissen Ähren ab, zerrieben sie in der Hand und aßen die Körner. 2 Da sagten einige von den Pharisäern*: »Warum tut ihr da etwas, was nach dem Gesetz* am Sabbat verboten ist?« 3 Jesus antwortete ihnen: »Habt ihr denn nicht gelesen, was David tat, als er und seine Männer hungrig waren? 4 Er ging in das Haus Gottes, nahm die geweihten Brote*, aß davon und gab auch seinen Begleitern zu essen, obwohl nach dem Gesetz nur Priester davon essen dürfen.« 5 Und Jesus fügte hinzu: »Der Menschensohn* ist Herr über den Sabbat; er hat zu bestimmen, was an diesem Tag getan werden darf.« Jesus heilt am Sabbat 6 An einem anderen Sabbat* ging Jesus in die Synagoge* und sprach zu den Menschen. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand war abgestorben. 7 Die Gesetzeslehrer* und die Pharisäer* suchten einen Anlass, Jesus anzuzeigen; sie beobachteten deshalb genau, ob er am Sabbat heilen würde. 8 Aber Jesus kannte ihre Gedanken. Er sagte zu dem Mann mit der abgestorbenen Hand: »Steh auf und stell dich in die Mitte!« Der Mann stand auf und trat vor. 9 Dann sagte Jesus zu den Gesetzeslehrern und den Pharisäern: »Ich frage euch, was darf man nach dem Gesetz* am Sabbat tun? Gutes oder Böses? Einem Menschen das Leben retten oder ihn umkommen lassen?« 10 Er schaute sie alle der Reihe nach an und sagte zu dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Er tat es und sie wurde wieder gesund. 11 Die Gesetzeslehrer und die Pharisäer packte eine unsinnige Wut und sie berieten miteinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

Aus dem Bibelleseplan 2017, hier herunterladen oder als APP im iTunes-Store, Google Store oder Windows Store.
Bibelübersetzung: Gute Nachricht Bibel, erhältlich im bibelshop.ch

schliessen

Bibeltext 18.01.2017

Lukas 6,1-11 1 An einem Sabbat* ging Jesus durch die Felder. Seine Jünger* rissen Ähren ab, zerrieben sie in der Hand und aßen die Körner. 2 Da sagten einige von den (...)

Bestellen unter

bibelshop.ch

Raum für Neues schaffen

Die Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) vom 20. Juni 2011 stand einerseits für Veränderung, andererseits für Kontinuität.

Die Grussworte von Thomas Lachat, dem Stadtratspräsidenten der Stadt Biel, passten gut zur Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB). „Tradition und Veränderung. Mit diesem Widerspruch müssen wir uns alle auseinandersetzen. Veränderungen rufen Gefühle von Ungewissheit wach, schaffen jedoch auch Raum für Neues,“ so Thomas Lachat. Er ruft die SB auf, die Bibel den Menschen weiterhin zugänglich machen, den Menschen weiterhin die Botschaft von der Auferstehung, dem guten Hirten und vom Licht der Welt zu bringen.

Nicht für den Wechsel, sondern für Kontinuität standen die 33 anwesenden Delegierten ein: Einstimmig sprachen sie dem Vorstand ihr Vertrauen aus und sämtliche Geschäfte wurden genehmigt. Über einen besonderen Anlass konnte Eva Thomi, die Geschäftsführerin der SB, informieren. Ende Juni 2011 wird eine Delegation aus der Volksrepublik China die Schweizerische Bibelgesellschaft besuchen.

Änderungen beim Verkauf

Veränderungen stehen bei der SB im Verkauf an. Ausgelöst wurden diese unter anderem durch den Entscheid des Weltbundes der Bibelgesellschaft. Dieser liefert in Zukunft die fremdsprachigen Bibeln nicht mehr über Dänemark aus, sondern über die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart. Jetzt erwägt die SB, ihr Lager in der Schweiz zu schliessen und bei Bedarf fremdsprachige Bibeln aus Deutschland zu beziehen.

Damit sich die Kunden in Zukunft besser informieren und einfacher online einkaufen können, wird noch dieses Jahr die Website von bibelshop.ch über-arbeitet.

Neues Mitglied

Das Institut Dominique Barthélemy wurde mit Applaus als neues Kollektiv-mitglied der SB aufgenommen. Damit werden die engen Beziehungen zwi-schen Mitarbeitern des Instituts und der SB institutionalisiert. Der Zweck des Instituts der theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz ist laut Pfarrer PD. Dr. Innocent Himbaza, Kurator des Instituts, die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Text- und Auslegungsgeschichte des Alten Testaments.

Gottes Wort auf MP3

Ganz im Zeichen von Veränderungen stand das Programm der Mitgliederver-sammlung am Nachmittag. Drei Referenten von den nationalen Bibelgesell-schaften Deutschland, Italien und Frankreich stellten neue Bibelformate vor. Sie waren sich einig, auch heute wird noch viel gelesen, jedoch anders – was auch für biblische Texte gilt. Wenngleich hier Valdo Bertolet, Generalsekretär der Italienischen Bibelgesellschaft etwas relativierte. „In Italien wird von 45 Prozent der Bevölkerung jährlich ein Buch gelesen, während es im übrigen Europa 70 Prozent sind“, sagt er. Deshalb veröffentlichte die Bibelgesellschaft Gottes Wort auf MP3 und produzierte acht DVDs mit biblischen Geschichten. „Denn wenn man Mühe hat, die Bibel zu lesen, wie kann man sie dann verstehen,“ meint Valdo Bertolet.

Erfolgreich mit der ZeBible

Wie erfolgreich neue Bibelformate sein können, zeigt das Beispiel des Verlags der Französischen Bibelgesellschaft Bibli‘O. „Während sieben Jahren arbeiteten wir zusammen mit zwölf Partnern an der neuen ZeBible für die Jugend“, sagt Elsbeth Scherrer, Verlagsverantwortliche der Französischen Bibelgesellschaft. „Die Sprache der Bibel ist modern, allerdings vermieden wir es, in der Sprache der Jugendlichen zu schreiben.“ Was sich lohnte, denn kaum auf dem Markt, war die Hälfte der ersten Auflage von 30‘000 Exemplaren innerhalb von zehn Tagen ausverkauft. Wie biblisches Wissen vermittelt werden kann und weiterlebt, erfahren Interessierte unter zebible.com, die Website, die mit der neuen ZeBible verbunden ist.

BasisBibel in einer modernen Sprache

Ähnliche Wege wie die Französische Bibelgesellschaft ging auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Florian Theuerkauff, Marketing- und Pressereferent bei der Deutschen Bibelgesellschaft sagt: „Mit der BasisBibel werden wir den sich wandelnden Lesebedürfnissen gerecht.“ Trotzdem sei die BasisBibel näher am Urtext als die meisten modernen Übersetzungen der letzten vierzig Jahren. Besonders das zeitgemässe Deutsch und die klaren prägnanten Sätzen macht diese Bibel lesefreundlich. Die Erklärungen und Ergänzung sind über Hyper-links auf basisbibel.de verfügbar.

Die Referate zeigen, der Anspruch der Bibelgesellschaft ist zwar, mit neuen Bibelausgaben den veränderten Lesebedürfnissen Rechnung zu tragen, sie greifen jedoch immer wieder auf die Urtexte zurück. Denn nach wie vor gilt das Zitat von Martin Luther: „Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern. Sie ist ewig.“

Elisabeth Küpfert
Schweizerische Bibelgesellschaft, Biel
www.die-bibel.ch, www.bibelshop.ch