: MV 2011
schliessen

Judit 7,1-10

7,1 Am nächsten Tag befahl Holofernes seinem Heer, gegen Betulia hinaufzuziehen. 2 Und er hatte hundertzwanzigtausend Mann zu Fuss und zwölftausend Reiter, dazu die Hilfstruppen, die er in den unterworfenen Gebieten ausgehoben und die man ihm aus der gesamten waffenfähigen Jugend der Länder und Städte zugeführt hatte. 3 Dies ganze Heer rüstete sich zum Kampf gegen Israel; sie zogen am Abhang des Gebirges entlang bis zu einer Anhöhe; von dort sieht man Dotan und blickt von Belma bis Chelmon, das gegenüber Jesreël liegt. 4 Als nun die Israeliten das grosse Heer der Assyrer sahen, warfen sie sich auf die Erde, streuten sich Asche aufs Haupt und beteten alle miteinander, dass der Gott Israels seine Barmherzigkeit beweisen wolle an seinem Volk. 5 Dann nahmen sie ihre Waffen und besetzten die Engpässe der Gebirgswege und bewachten sie Tag und Nacht. 6 Als aber Holofernes um die Stadt herumzog, entdeckte er südlich davon eine Quelle, die durch eine Wasserleitung in die Stadt floss. Diese Wasserleitung liess er zerstören. 7 Sie hatten jedoch unweit der Mauer kleine Quellen, aus denen sie heimlich Wasser holen wollten; doch war es nicht genug, um den Durst damit zu stillen. 8 Doch die Ammoniter und Moabiter kamen zu Holofernes und sagten: 9 Die Israeliten wagen nicht, offen zum Kampf anzutreten, sondern sie verteidigen das Gebirge und befestigen die Hügel, an deren Steilhang sie sitzen. 10 Damit du sie aber kampflos überwinden kannst, lass nur die Quellen bewachen, sodass sie kein Wasser holen können; dann müssen sie ohne Schwertstreich sterben oder die Not bringt sie dazu, ihre Stadt zu übergeben, von der sie meinen, dass man sie nicht erobern kann, weil sie in den Bergen liegt.

Aus dem Bibelleseplan 2016, hier herunterladen oder als APP im iTunes-Store.
Bibelübersetzung: Gute Nachricht Bibel, erhältlich im bibelshop.ch

schliessen

Bibeltext 26.09.2016

Judit 7,1-10 7,1 Am nächsten Tag befahl Holofernes seinem Heer, gegen Betulia hinaufzuziehen. 2 Und er hatte hundertzwanzigtausend Mann zu Fuss und zwölftausend Reiter, (...)

Bestellen unter

bibelshop.ch

Raum für Neues schaffen

Die Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) vom 20. Juni 2011 stand einerseits für Veränderung, andererseits für Kontinuität.

Die Grussworte von Thomas Lachat, dem Stadtratspräsidenten der Stadt Biel, passten gut zur Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB). „Tradition und Veränderung. Mit diesem Widerspruch müssen wir uns alle auseinandersetzen. Veränderungen rufen Gefühle von Ungewissheit wach, schaffen jedoch auch Raum für Neues,“ so Thomas Lachat. Er ruft die SB auf, die Bibel den Menschen weiterhin zugänglich machen, den Menschen weiterhin die Botschaft von der Auferstehung, dem guten Hirten und vom Licht der Welt zu bringen.

Nicht für den Wechsel, sondern für Kontinuität standen die 33 anwesenden Delegierten ein: Einstimmig sprachen sie dem Vorstand ihr Vertrauen aus und sämtliche Geschäfte wurden genehmigt. Über einen besonderen Anlass konnte Eva Thomi, die Geschäftsführerin der SB, informieren. Ende Juni 2011 wird eine Delegation aus der Volksrepublik China die Schweizerische Bibelgesellschaft besuchen.

Änderungen beim Verkauf

Veränderungen stehen bei der SB im Verkauf an. Ausgelöst wurden diese unter anderem durch den Entscheid des Weltbundes der Bibelgesellschaft. Dieser liefert in Zukunft die fremdsprachigen Bibeln nicht mehr über Dänemark aus, sondern über die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart. Jetzt erwägt die SB, ihr Lager in der Schweiz zu schliessen und bei Bedarf fremdsprachige Bibeln aus Deutschland zu beziehen.

Damit sich die Kunden in Zukunft besser informieren und einfacher online einkaufen können, wird noch dieses Jahr die Website von bibelshop.ch über-arbeitet.

Neues Mitglied

Das Institut Dominique Barthélemy wurde mit Applaus als neues Kollektiv-mitglied der SB aufgenommen. Damit werden die engen Beziehungen zwi-schen Mitarbeitern des Instituts und der SB institutionalisiert. Der Zweck des Instituts der theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz ist laut Pfarrer PD. Dr. Innocent Himbaza, Kurator des Instituts, die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Text- und Auslegungsgeschichte des Alten Testaments.

Gottes Wort auf MP3

Ganz im Zeichen von Veränderungen stand das Programm der Mitgliederver-sammlung am Nachmittag. Drei Referenten von den nationalen Bibelgesell-schaften Deutschland, Italien und Frankreich stellten neue Bibelformate vor. Sie waren sich einig, auch heute wird noch viel gelesen, jedoch anders – was auch für biblische Texte gilt. Wenngleich hier Valdo Bertolet, Generalsekretär der Italienischen Bibelgesellschaft etwas relativierte. „In Italien wird von 45 Prozent der Bevölkerung jährlich ein Buch gelesen, während es im übrigen Europa 70 Prozent sind“, sagt er. Deshalb veröffentlichte die Bibelgesellschaft Gottes Wort auf MP3 und produzierte acht DVDs mit biblischen Geschichten. „Denn wenn man Mühe hat, die Bibel zu lesen, wie kann man sie dann verstehen,“ meint Valdo Bertolet.

Erfolgreich mit der ZeBible

Wie erfolgreich neue Bibelformate sein können, zeigt das Beispiel des Verlags der Französischen Bibelgesellschaft Bibli‘O. „Während sieben Jahren arbeiteten wir zusammen mit zwölf Partnern an der neuen ZeBible für die Jugend“, sagt Elsbeth Scherrer, Verlagsverantwortliche der Französischen Bibelgesellschaft. „Die Sprache der Bibel ist modern, allerdings vermieden wir es, in der Sprache der Jugendlichen zu schreiben.“ Was sich lohnte, denn kaum auf dem Markt, war die Hälfte der ersten Auflage von 30‘000 Exemplaren innerhalb von zehn Tagen ausverkauft. Wie biblisches Wissen vermittelt werden kann und weiterlebt, erfahren Interessierte unter zebible.com, die Website, die mit der neuen ZeBible verbunden ist.

BasisBibel in einer modernen Sprache

Ähnliche Wege wie die Französische Bibelgesellschaft ging auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Florian Theuerkauff, Marketing- und Pressereferent bei der Deutschen Bibelgesellschaft sagt: „Mit der BasisBibel werden wir den sich wandelnden Lesebedürfnissen gerecht.“ Trotzdem sei die BasisBibel näher am Urtext als die meisten modernen Übersetzungen der letzten vierzig Jahren. Besonders das zeitgemässe Deutsch und die klaren prägnanten Sätzen macht diese Bibel lesefreundlich. Die Erklärungen und Ergänzung sind über Hyper-links auf basisbibel.de verfügbar.

Die Referate zeigen, der Anspruch der Bibelgesellschaft ist zwar, mit neuen Bibelausgaben den veränderten Lesebedürfnissen Rechnung zu tragen, sie greifen jedoch immer wieder auf die Urtexte zurück. Denn nach wie vor gilt das Zitat von Martin Luther: „Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern. Sie ist ewig.“

Elisabeth Küpfert
Schweizerische Bibelgesellschaft, Biel
www.die-bibel.ch, www.bibelshop.ch