: MV 2011
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Psalm 91

91,1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: / Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. 4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, / und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, 5 dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, 6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. 7 Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite / und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. 8 Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. 9 Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. 10 Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. 11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuss nicht an einen Stein stossest. 13 Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen niedertreten. 14 »Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. 15 Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; / ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreissen und zu Ehren bringen. 16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

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Bibelübersetzung: Gute Nachricht Bibel, erhältlich im bibelshop.ch

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Bibeltext 14.02.2016

Psalm 91 91,1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: / Meine Zuversicht und meine (...)

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Raum für Neues schaffen

Die Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) vom 20. Juni 2011 stand einerseits für Veränderung, andererseits für Kontinuität.

Die Grussworte von Thomas Lachat, dem Stadtratspräsidenten der Stadt Biel, passten gut zur Mitgliederversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB). „Tradition und Veränderung. Mit diesem Widerspruch müssen wir uns alle auseinandersetzen. Veränderungen rufen Gefühle von Ungewissheit wach, schaffen jedoch auch Raum für Neues,“ so Thomas Lachat. Er ruft die SB auf, die Bibel den Menschen weiterhin zugänglich machen, den Menschen weiterhin die Botschaft von der Auferstehung, dem guten Hirten und vom Licht der Welt zu bringen.

Nicht für den Wechsel, sondern für Kontinuität standen die 33 anwesenden Delegierten ein: Einstimmig sprachen sie dem Vorstand ihr Vertrauen aus und sämtliche Geschäfte wurden genehmigt. Über einen besonderen Anlass konnte Eva Thomi, die Geschäftsführerin der SB, informieren. Ende Juni 2011 wird eine Delegation aus der Volksrepublik China die Schweizerische Bibelgesellschaft besuchen.

Änderungen beim Verkauf

Veränderungen stehen bei der SB im Verkauf an. Ausgelöst wurden diese unter anderem durch den Entscheid des Weltbundes der Bibelgesellschaft. Dieser liefert in Zukunft die fremdsprachigen Bibeln nicht mehr über Dänemark aus, sondern über die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart. Jetzt erwägt die SB, ihr Lager in der Schweiz zu schliessen und bei Bedarf fremdsprachige Bibeln aus Deutschland zu beziehen.

Damit sich die Kunden in Zukunft besser informieren und einfacher online einkaufen können, wird noch dieses Jahr die Website von bibelshop.ch über-arbeitet.

Neues Mitglied

Das Institut Dominique Barthélemy wurde mit Applaus als neues Kollektiv-mitglied der SB aufgenommen. Damit werden die engen Beziehungen zwi-schen Mitarbeitern des Instituts und der SB institutionalisiert. Der Zweck des Instituts der theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz ist laut Pfarrer PD. Dr. Innocent Himbaza, Kurator des Instituts, die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Text- und Auslegungsgeschichte des Alten Testaments.

Gottes Wort auf MP3

Ganz im Zeichen von Veränderungen stand das Programm der Mitgliederver-sammlung am Nachmittag. Drei Referenten von den nationalen Bibelgesell-schaften Deutschland, Italien und Frankreich stellten neue Bibelformate vor. Sie waren sich einig, auch heute wird noch viel gelesen, jedoch anders – was auch für biblische Texte gilt. Wenngleich hier Valdo Bertolet, Generalsekretär der Italienischen Bibelgesellschaft etwas relativierte. „In Italien wird von 45 Prozent der Bevölkerung jährlich ein Buch gelesen, während es im übrigen Europa 70 Prozent sind“, sagt er. Deshalb veröffentlichte die Bibelgesellschaft Gottes Wort auf MP3 und produzierte acht DVDs mit biblischen Geschichten. „Denn wenn man Mühe hat, die Bibel zu lesen, wie kann man sie dann verstehen,“ meint Valdo Bertolet.

Erfolgreich mit der ZeBible

Wie erfolgreich neue Bibelformate sein können, zeigt das Beispiel des Verlags der Französischen Bibelgesellschaft Bibli‘O. „Während sieben Jahren arbeiteten wir zusammen mit zwölf Partnern an der neuen ZeBible für die Jugend“, sagt Elsbeth Scherrer, Verlagsverantwortliche der Französischen Bibelgesellschaft. „Die Sprache der Bibel ist modern, allerdings vermieden wir es, in der Sprache der Jugendlichen zu schreiben.“ Was sich lohnte, denn kaum auf dem Markt, war die Hälfte der ersten Auflage von 30‘000 Exemplaren innerhalb von zehn Tagen ausverkauft. Wie biblisches Wissen vermittelt werden kann und weiterlebt, erfahren Interessierte unter zebible.com, die Website, die mit der neuen ZeBible verbunden ist.

BasisBibel in einer modernen Sprache

Ähnliche Wege wie die Französische Bibelgesellschaft ging auch die Deutsche Bibelgesellschaft. Florian Theuerkauff, Marketing- und Pressereferent bei der Deutschen Bibelgesellschaft sagt: „Mit der BasisBibel werden wir den sich wandelnden Lesebedürfnissen gerecht.“ Trotzdem sei die BasisBibel näher am Urtext als die meisten modernen Übersetzungen der letzten vierzig Jahren. Besonders das zeitgemässe Deutsch und die klaren prägnanten Sätzen macht diese Bibel lesefreundlich. Die Erklärungen und Ergänzung sind über Hyper-links auf basisbibel.de verfügbar.

Die Referate zeigen, der Anspruch der Bibelgesellschaft ist zwar, mit neuen Bibelausgaben den veränderten Lesebedürfnissen Rechnung zu tragen, sie greifen jedoch immer wieder auf die Urtexte zurück. Denn nach wie vor gilt das Zitat von Martin Luther: „Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern. Sie ist ewig.“

Elisabeth Küpfert
Schweizerische Bibelgesellschaft, Biel
www.die-bibel.ch, www.bibelshop.ch