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Weisheit 1,16–2,25

1,16 aber die Gottlosen zwingen ihn herbei mit Worten und mit Werken. Denn sie halten ihn für ihren Freund und sehnen sich nach ihm; sie schließen mit ihm einen Bund, weil sie es wert sind, ihm anzugehören. 2,1 Denn diese Leute, die so verkehrt denken, sagen untereinander: »Kurz und voller Leid ist unser Leben, und wenn ein Mensch dahinsoll, so gibt es keine Rettung; auch weiß man von keinem, der aus dem Totenreich befreit. 2 Denn nur zufällig sind wir geworden, und nachher werden wir sein, als wären wir nie gewesen. Denn der Atem in unsrer Nase ist nur Rauch und unser Denken nur ein Funke, der aus dem Pochen unsres Herzens entsteht. 3 Wenn er verloschen ist, so geht der Leib dahin wie Asche, und der Geist zerflattert wie Luft. 4 Unser Name wird mit der Zeit vergessen, und niemand denkt mehr an unser Wirken. Unser Leben fährt dahin, als wäre nur eine Wolke dagewesen, und zergeht wie Nebel, der von den Strahlen der Sonne verjagt und von ihrer Hitze zu Boden gedrückt wird. 5 Unsre Zeit geht vorbei wie ein Schatten, und wenn es mit uns zu Ende ist, gibt es keine Wiederkehr; denn es steht unverbrüchlich fest, dass niemand wiederkommt. 6 Kommt nun und lasst uns die Güter genießen, solange sie da sind, und die Welt geschwind noch auskosten, solange wir jung sind. 7 Wir wollen mit bestem Wein uns füllen und uns salben, und keine Frühlingsblume soll uns entgehen. 8 Lasst uns Kränze tragen von Rosenknospen, ehe sie welk werden. 9 Keine Wiese bleibe von unserm übermütigen Treiben verschont, damit man überall merkt, wie ausgelassen wir gewesen sind. Denn das ist unser Teil und das ist unser Los. 10 Lasst uns den armen Gerechten unterdrücken und keine Witwe verschonen; wir wollen uns nicht scheuen vor dem altersgrauen Haar des Greises. 11 Alles, was wir tun, das soll Recht sein; denn es zeigt sich, dass Schwäche nichts ausrichtet. 12 So lasst uns dem Gerechten auflauern; denn er ist uns lästig und widersetzt sich unserm Tun und schilt uns, weil wir gegen das Gesetz sündigen, und hält uns vor, dass wir gegen die Zucht verstoßen. 13 Er behauptet, Erkenntnis Gottes zu haben, und rühmt sich, Gottes Kind zu sein. 14 Er wird uns zum Vorwurf bei allem, was wir denken; 15 er ist uns unleidlich, wenn er sich nur sehen lässt. Denn sein Leben unterscheidet sich von dem der andern, und ganz anders sind seine Wege. 16 Als falsche Münze gelten wir ihm, und er meidet unsre Wege wie Schmutz; er rühmt, wie es die Gerechten zuletzt gut haben werden, und prahlt damit, dass Gott sein Vater sei. 17 So lasst doch sehen, ob sein Wort wahr ist, und prüfen, was bei seinem Ende geschehen wird. 18 Ist der Gerechte Gottes Sohn, so wird er ihm helfen und ihn erretten aus der Hand der Widersacher. 19 Durch Schmach und Qual wollen wir ihn auf die Probe stellen, damit wir erfahren, wie viel er ertragen kann, und prüfen, wie geduldig er ist. 20 Wir wollen ihn zu schimpflichem Tod verurteilen; denn dann wird ihm gnädige Heimsuchung widerfahren, wie er sagt.« 21 Das alles denken sie – und irren; denn ihre Bosheit hat sie verblendet, 22 sodass sie Gottes Gehei

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Bibeltext 20.08.2014

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