: Bibelsonntag 2015
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Apostelgeschichte 12,1-17

1 Um diese Zeit ließ König Herodes verschiedene Mitglieder der Gemeinde von Jerusalem festnehmen und schwer misshandeln. 2 Jakobus, den Bruder von Johannes, ließ er enthaupten. 3 Als er merkte, dass dies den Juden gefiel, ging er noch einen Schritt weiter und ließ auch Petrus gefangen nehmen – gerade in den Tagen des Passafestes*. 4 Petrus wurde ins Gefängnis gebracht; zu seiner Bewachung wurden vier Gruppen zu je vier Soldaten abgestellt, die einander ablösen sollten. Herodes wollte ihm nach dem Fest vor allem Volk den Prozess machen. 5 So saß Petrus also streng bewacht im Gefängnis. Die Gemeinde aber betete Tag und Nacht inständig für ihn zu Gott. 6 In der Nacht, bevor Herodes ihn vor Gericht stellen wollte, schlief Petrus zwischen zwei der Wachsoldaten, mit Ketten an sie gefesselt. Vor der Tür der Zelle waren die zwei anderen als Wachtposten aufgestellt. 7 Plötzlich stand da der Engel* des Herrn, und die ganze Zelle war von strahlendem Licht erfüllt. Der Engel weckte Petrus durch einen Stoß in die Seite und sagte: »Schnell, steh auf!« Da fielen Petrus die Ketten von den Händen. 8 Der Engel sagte: »Leg den Gürtel um und zieh die Sandalen an!« Petrus tat es, und der Engel sagte: »Wirf dir den Mantel um und komm mit!« 9 Petrus folgte ihm nach draußen. Er wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was er da mit dem Engel erlebte; er meinte, er hätte eine Vision. 10 Sie kamen ungehindert am ersten der Wachtposten vorbei, ebenso am zweiten, und standen schließlich vor dem eisernen Tor, das in die Stadt führte. Das Tor öffnete sich von selbst. Sie traten hinaus und gingen die Straße entlang, doch als Petrus in die nächste einbog, war der Engel plötzlich verschwunden. 11 Als Petrus zu sich kam, sagte er: »Es ist also wirklich wahr! Der Herr hat seinen Engel geschickt, um mich vor Herodes zu retten und vor dem zu bewahren, was das jüdische Volk sich erhofft hat!« 12 Als ihm das klar geworden war, ging er zu dem Haus, das Maria gehörte, der Mutter von Johannes mit dem Beinamen Markus. Dort waren viele Christen versammelt und beteten immer noch für seine Freilassung. 13 Petrus klopfte an das Hoftor, und die Dienerin Rhode kam, um zu hören, wer draußen sei. 14 Als sie Petrus an der Stimme erkannte, vergaß sie vor Freude, das Tor zu öffnen; sie rannte ins Haus und meldete, Petrus stehe draußen. 15 »Du bist nicht ganz bei Verstand!«, sagten die im Haus. Und als Rhode darauf bestand, meinten sie: »Das ist sein Schutzengel*!« 16 Petrus aber klopfte und klopfte, bis sie schließlich aufmachten. Als sie ihn sahen, gerieten sie außer sich. 17 Er bat mit einer Handbewegung um Ruhe und erklärte ihnen, wie ihn Gott aus dem Gefängnis befreit hatte. »Berichtet das Jakobus und allen anderen Brüdern und Schwestern!«, sagte er. Dann verließ er Jerusalem.

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Bibelübersetzung: Gute Nachricht Bibel, erhältlich im bibelshop.ch

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Bibeltext 27.06.2017

Apostelgeschichte 12,1-17 1 Um diese Zeit ließ König Herodes verschiedene Mitglieder der Gemeinde von Jerusalem festnehmen und schwer misshandeln. 2 Jakobus, den Bruder von Johannes, (...)

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"Denkt an die Gefangenen"

Zum diesjährigen Bibelsonntag stellt die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) die Bibeln für Gefangene in den Mittelpunkt. Die biblischen Erzählungen sollen Trost spenden und Mut machen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.

In den reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn gehört der Bibelsonntag zu den obligatorischen, gesamtkirchlichen Kollekten. Die Kollekte und Spenden werden für das Inlandprojekt Bibeln für Gefangene erbeten. Damit kann Gefangenen auf ihren Wunsch hin eine Bibel in der Muttersprache zur Verfügung gestellt werden. Der Bibelsonntag findet in den Kirchen BE-JU-SO am Sonntag, 30. August 2015 statt. 

Der Satz "Denkt an die Gefangenen, als ob ihr mit ihnen im Gefängnis wärt." (Hebr 13,3, BasisBibel) soll als Motto über dem Bibelsonntag stehen. Zahllose Gefangene in Schweizer Gefängnissen haben in den vergangenen Jahren kostenlos eine Bibel in ihrer Muttersprache von der Schweizerischen Bibelgesellschaft erhalten. Der Bedarf ist gross: Seit dem Jahr 2010, als dieses Projekt startete, konnten über 5'700 Bibeln und Neue Testamente in die Gefängnisse geliefert werden. Die Erzählungen und Gebete der Bibel haben Trost gespendet und Mut gemacht, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Gefängnisseelsorger und -seelsorgerinnen haben zu Angeboten lebensnaher Bibellektüre eingeladen.

Unterlagen zum Bibelsonntag 2015


Dossier
Bibelsonntag 2015 : 

Auf Wunsch kann das Dossier auch in gedruckter Form bei der Schweizerischen Bibelgesellschaft (sidonia.haemmig@die-bibel.ch) zum Preis von 10 Franken bezogen werden.

Dokumente einzeln: 

Unterlagen in Französisch weiter ...