: Honduras
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Judit 7,11-24

11 Dieser Rat gefiel Holofernes und seinem Gefolge und er legte hundert Mann an jede Quelle. 12 Als man nun zwanzig Tage die Quellen bewacht hatte, hatten alle Bewohner von Betulia kein Wasser mehr, weder in Zisternen noch anderswo, sodass es nicht mehr ausreichte, um auch nur einen Tag den Durst richtig zu stillen; denn man hatte ja täglich den Leuten das Wasser zugemessen. 13 Da kamen alle, Mann und Frau, Jung und Alt, zu Usija und den Ältesten und klagten: Gott sei Richter zwischen euch und uns. Ihr habt uns in diese grosse Not gebracht, weil ihr nicht mit den Assyrern Frieden schliessen wolltet; darum hat uns Gott nun in ihre Hände gegeben 14 und wir haben keine Hilfe zu erwarten, sondern müssen vor ihren Augen vor Durst verschmachten und jämmerlich umkommen. 15 Darum ruft die ganze Stadt zusammen, damit wir uns alle den Leuten des Holofernes freiwillig ergeben. 16 Denn es ist besser, dass wir uns ergeben und am Leben bleiben und darin Gott loben, als dass wir umkommen und vor aller Welt zuschanden werden und sehen müssen, wie unsre Frauen und Kinder so jämmerlich vor unsern Augen sterben. 17 Wir bezeugen heute vor Himmel und Erde und vor dem Gott unsrer Väter, der uns jetzt um unsrer Sünden willen bestraft, dass wir euch gebeten haben, die Stadt dem Heer des Holofernes zu übergeben, und dass wir lieber rasch durchs Schwert umkommen als langsam vor Durst verschmachten. 18 Darauf weinte und heulte das ganze Volk viele Stunden lang und sie schrien zu Gott: 19 Wir haben gesündigt samt unsern Vätern; wir haben unrecht getan und sind gottlos gewesen. 20 Aber du bist barmherzig, darum sei uns gnädig oder bestrafe du selbst uns; und weil wir dich bekennen, übergib uns nicht den Heiden, die dich nicht kennen, damit sie nicht sagen: Wo ist nun ihr Gott? 21 Als sie sich nun müde geschrien und geweint hatten und es ein wenig still geworden war, stand Usija auf und sagte unter Tränen: 22 Liebe Brüder, habt doch Geduld und lasst uns noch fünf Tage auf Hilfe von Gott warten, 23 ob er uns nicht seine Gnade erweisen und seinen Namen herrlich machen will. 24 Wird uns in diesen fünf Tagen nicht geholfen, so wollen wir tun, was ihr erbeten habt.

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Bibelübersetzung: Gute Nachricht Bibel, erhältlich im bibelshop.ch

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Bibeltext 27.09.2016

Judit 7,11-24 11 Dieser Rat gefiel Holofernes und seinem Gefolge und er legte hundert Mann an jede Quelle. 12 Als man nun zwanzig Tage die Quellen bewacht hatte, hatten alle (...)

Honduras auf einen Blick

Honduras ist nach Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. Jedes Jahr wandern viele Honduraner ins Ausland aus, vornehmlich in die USA. Aufgrund der fehlenden binnenwirtschaftlichen Impulse ist keine Besserung der Wirtschaft oder Verminderung der Armut in Sicht.

Bevölkerung: 8,1 Millionen

Amtssprache: Spanisch. Weiter werden indianische Sprachen gesprochen

Religion: Katholiken (römisch-katholisch) 97 %, Protestantische Minderheit

Alphabetisierung: Frauen 76,3 %, Männer 76,1 %

Lebenserwartung: Frauen 72,4 Jahre, Männer 68,9 Jahre

Quellen: worldstat.info

Botschaft mit Zukunft

Honduras ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Gewalttätige Jugendbanden terrorisieren ganze Stadtviertel.

Die Ausbeutung durch den Bananenexport und die Militärputsche haben das Land zum Armenhaus gemacht: Achtzig Prozent der Bevölkerung leben an oder unter der absoluten Armutsgrenze. Honduras ist, zumindest was die Städte betrifft, eines der unsichersten Länder Lateinamerikas geworden. Täglich berichten Zeitungen über Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche und Entführungen. Ein riesiges Problem sind auch die aus Armut und Hoffnungslosigkeit entstandenen Jugendbanden, die sogenannten „Maras“, die vor allem in den Armenvierteln der Hauptstadt Tegucigalpa aktiv sind.

Aufzeigen von neuen Perspektiven

Die „Maras“ sind einer der Schwerpunkte der bibelgesellschaftlichen Arbeit in Honduras: Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Organisationen wie dem „Ministerio Juvenil Christiano de Honduras“ (Christliche Jugendbewegung), dem Bibellesebund, der evangelischen Allianz sowie der römisch-katholischen Kirche. Die jungen Menschen sollen durch die Vermittlung der biblischen Botschaft vor dem Eintritt in eine Jugendbande gewarnt und den Aussteigewilligen einen Weg jenseits der Gewalt aufgezeigt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Prävention an den Grundschulen: In den wöchentlichen Bibelstunden erhalten die Kinder altersgerechte biblische Materialien, welche in Zusammenarbeit mit den freiwilligen, pädagogisch geschulten Unterrichtenden erarbeitet werden. Ausgehend von biblischen Texten setzen sich die Kinder jeweils mit ethischen Themen auseinander und tauschen Erfahrungen aus. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen mit neuen Perspektiven vertraut zu machen.

Die Arbeit mit und für die sozial gefährdeten Kinder in Honduras kann dank der Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender weitergeführt werden. Für ihre Hilfe und ihre Gebete danken wir herzlich.

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