Zum Beispiel in Madagaskar:
Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die grossen
Naturschätze stehen in einem unglaublichen Kontrast zur Armut
grosser Bevölkerungsteile. Man geht davon aus, dass weit über
die Hälfte der Madagassen kein regelmässiges Einkommen erzielt
und somit auch über kein Bargeld verfügt. Mehr als 50 Prozent
der Bevölkerung ist jünger als 20 Jahre. Mangels einer soliden
Berufsausbildung und der fehlenden Industrie haben unzählige
junge Menschen gar keine Chance, sich aus den Fesseln der Armut
zu lösen. Viele Madagassen arbeiten nur zeitweise als Tagelöhner,
zum Beispiel während den Erntezeiten. Seit Ende Januar 2009
schwelt ein innenpolitischer Konflikt, wobei es in der Hauptstadt
Antananarivo und anderen Städten wiederholt zu massiven Protesten
und Ausschreitungen gekommen ist, die mehrere Todesopfer gefordert
haben. Madagaskars Übergangspräsident Andry Rajoelina will nach
Angaben der Afrikanischen Union die für Ende 2010 geplante Präsidentschaftswahl
um fast ein Jahr vorziehen.
Bewegende Momente
In diesem Umfeld hat die FMBM keine leichte Aufgabe. Ihren Angaben
zufolge beläuft sich der Bedarf an Bibeln auf 150 000 Ausgaben
pro Jahr. Fehlende finanzielle Mittel sind der Grund, dass pro
Jahr nur 65 000 Bibeln verbreitet werden. Diese werden zu stark
subventionierten Preisen abgegeben. Der Wunsch nach einer eigenen
Bibel ist oft so gross, dass sich an den Verkaufsständen und
in den Bibeldepots der Bibelgesellschaft bewegende Szenen abspielen.
Tsirisoa Razafimonjy, Projektverantwortliche, berichtet:
"Eine ältere Frau kam bereits in den frühen Morgenstunden an
unseren Stand und betrachtete die günstigen Bibeln. Mittags
stand sie immer noch dort. Nach und nach wurden die preiswerten
Heiligen Schriften verkauft. Am Nachmittag, als nur noch wenige
Bibeln verfügbar waren, entschied sie sich, nach Hause zu gehen
und ein Huhn zu verkaufen, um mit dem Erlös dieses begehrte
Buch kaufen zu können. Als sie gegen Abend mit dem Geld zurückkam,
waren alle Bibeln ausverkauft. Sie hatte Tränen in den Augen
- der Verkäufer auch - und kehrte still nach Hause zurück."
Oder die Familienfrau, welche eine beschwerliche Tagereise zu
Fuss und mit dem Einbaum auf sich nahm, um in einem Bibeldepot
eine günstige Bibel zu erwerben. Die Bibel kostete weniger als
vier Franken. Sie hatte ein Jahr lang gespart, um sich diesen
Wunsch erfüllen zu können.
Augrund solcher Erfahrungen und Erlebnisse erstaunt es nicht,
dass uns die Bibelgesellschaft in Madagaskar um finanzielle
Unterstützung für ihr Projekt "Subventionierte Heilige Schrift"
bittet. Sie braucht unsere Hilfe und unser Gebet. Denn unsere
Brüder und Schwestern auf dieser Insel im Indischen Ozean haben
eine Vision: "Madagaskar kennt Jesus Christus durch die Heilige
Schrift". Ist es Ihnen möglich, diese Vision mit einer Spende
zu unterstützen? Für Ihre Solidarität und Ihre Fürbitte danken
wir Ihnen schon heute ganz herzlich.
Mit Ihrer Spende von beispielsweise Fr. 30.--finanzieren Sie
die Abgabe von zwei Bibeln, mit
Fr. 60.-- sind es bereits vier Bibeln…. Jeder Beitrag, unabhängig
von seiner Grösse, ist jetzt wichtig und zählt. Herzlichen Dank!