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Aktuelles > International Unterwegs zu einem gemeinsamen Ziel
Im Weltbund der Bibelgesellschaften sind die nationalen Bibelgesellschaften zusammengeschlossen. Unter seinem Dach pflegen die Mitglieder den Erfahrungsaustausch und unterstützen sich gegenseitig in ihren Aufgaben. Das gemeinsame Ziel ist, die Heilige Schrift möglichst weit und sinnvoll zu verbreiten. Menschen sollen ermuntert werden, den Dialog mit Gott zu wagen. Dies erfolgt in Partnerschaft mit allen christlichen Kirchen und ihnen nahe stehenden Organisationen. (Aus der Deklaration der Weltversammlung 2000)
1804 wurde in London die "Britische und Ausländische Bibelgesellschaft" gegründet. Ihr Ziel war es, die Bibel in der ganzen Welt zu übersetzen und zu verbreiten. Diese Idee wurde durch so genannte "Auslandsekretäre" in alle Welt weitergetragen und es entstanden neuen Bibelgesellschaften in zahlreichen Ländern. Zusammen mit den ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründeten Missionsgesellschaften wurde nun die Bibel bis zum Jahr 1920 in rund 840 Sprachen übersetzt. Vor allem in Kolonien setzten sich die Missionare dafür ein, dass die Bibel auch in die Sprachen der einheimischen Bevölkerung übersetzt wurde. Dies war und ist auch noch heute nicht immer einfach. Vielfach muss zunächst eine solche Sprache überhaupt erst einmal grammatikalisch erfasst werden. Zudem spiegeln sich kulturelle Unterschiede in den Sprachen besonders deutlich wider, sodass oft andere Ausdrücke gefunden werden müssen, um einen biblischen Sachverhalt auch verständlich wiedergeben zu können. 1946 trafen sich Vertreter von dreizehn Bibelgesellschaften, darunter auch ein Vertreter aus der Schweiz, um den Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies, UBS) zu gründen. Die Bibelgesellschaftsbewegung breitete sich weltweit überraschend schnell aus. Gegenwärtig sind über 140 Mitglieder an der Realisierung der vom Weltbund ausgewählten und unterstützten Projekte beteiligt. Die Tätigkeit wird gemeinsam finanziert und erstreckt sich auf über 200 Länder. Heute arbeiten die Bibelgesellschaften mit allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften zusammen.
28.02.2010 In der Stadt Launceston im Norden Tasmaniens wurde am 28. Februar das südlichst gelegene Bibelhaus der Welt eröffnet. Bisher besass Neuseeland das südlichste Haus der Bibel. Die Tasmanische Bibelgesellschaft (Bible Society Tasmania) war während fast vierzig Jahren in Mieträumlichkeiten am Stadtrand untergebracht und konnte erst 2009 eine eigene Liegenschaft an der St. John Street beim Stadtzentrum erwerben und nach Verhandlungen mit dem Stadtrat zum Bibelhaus umbauen. An der offiziellen Eröffnungsfeier des "Haus der Bibel und Weltmissionszentrum" am 28. Februar nahmen zahlreiche Kirchenvertreter teil. Im Anschluss an die Zeremonie fand in der Door-of-Hope Christian Church ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Festredner war Steve Davies, Präsident der Bibelgesellschaft von Queensland. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Launceston Salvation Army Band. Anlässlich des Festgottesdienstes wurde auch die moderne englischsprachige Bibelausgabe "The Poverty & Justice Bible" der tasmanischen Öffentlichkeit vorgestellt. Die von der Amerikanischen Bibelgesellschaft herausgegebene "Armut und Gerechtigkeits-Bibel" wurde als eine Art "Weckruf" für Anliegen von Armut und Gerechtigkeit konzipiert. In der Heiligen Schrift kommt das Wort "Armut" über 2.000 Mal vor. Diese Ausgabe hebt das volle Ausmass der biblischen Gerechtigkeit hervor und enthält einen 56-seitigen Leitfaden für das Studium der Bibel in Gruppen sowie zum persönlichen Gebrauch.
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